In Asbach entstehen 22 neue, behindertengerechte Wohneinheiten


Generationenhaus bald bezugsfertig

Dass im ländlichen Raum der Bedarf nach barrierefreien, auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnittenen Wohnräumen ständig steigt, ist kein neues Phänomen. Dass in Zeiten knapper öffentlicher Kassen jedoch beispielhafte Bauprojekte für das Wohnen im Alter zustande kommen, bei denen sich Architekturqualität mit Lebensqualität vereint, sorgt immer wieder für eine freudige Überraschung. So auch in Asbach, wo 22 neue, behindertengerechte Wohneinheiten ihrer Vollendung entgegensehen.

Die ersten acht Wohneinheiten des Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhauses in der Grabenstraße/ Ecke Hospitalstraße in Asbach sollen im Sommer bezugsfertig sein.
Bild: H.-W. Lamberz

Welche Architektur und welche Wohnformen benötigt die Generation der heute noch rüstigen, über 65-Jährigen? So lautete die zentrale Frage, die die Bauherren Dr. Michaela Limbach-Mertens und Dr. Jürgen Mertens antrieb, die Planungen für das Mehrfamilien- und Mehrgenerationenhaus in der Grabenstraße/Ecke Hospitalstraße auf den Weg zu bringen.

Jetzt nehmen ihre Antworten in Form eines flächeneffizient entworfenen und auf Nachhaltigkeit ausgelegten, überschaubaren Gebäudes mit 22 Wohneinheiten in gehobener Ausstattung immer konkretere Formen an. Darüber hinaus beheimatet der Komplex zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss, die sich einerseits dienstleistungsorientiert an die Bewohner der Ortsgemeinde Asbach, andererseits an die in der benachbarten St. Kamillus-Klinik und deren Pflegeeinrichtung lebenden Menschen richten werden.

So wurden beispielsweise für die 2- / beziehungsweise 3-Zimmer Wohnungen Grundrisse von 70 bis 85 Quadratmeter entwickelt. Alle Wohnungen erhalten dabei von drei Seiten Tageslicht und verfügen neben einem eigenen Balkon über bodentiefe Fenster und DSL-Anschluss.

Und während ein attraktiver Lichthof die Bebauung auflockert, sorgt ein großvolumiger Aufzug für Barrierefreiheit bis in die höchste Etage. Die Anordnung der Wohneinheiten ermöglicht zudem ein belebtes, freundliches Miteinander.

Die Erschließung des Komplexes erfolgt über die Grabenstraße, die Energieversorgung über eine Gastherme beziehungsweise ein Gas-Blockheizkraftwerk. Des Weiteren unterstreichen Solarzellen die ambitionierten, nachhaltig ausgelegten Energiepläne. Die erfüllen im Übrigen auch allesamt die Anforderungen der neuesten Energieeinsparverordnung EnEV, wie auch Bauunternehmer Willi Prangenberg, Neustadt/Wied, bestätigt. „Diese hoch angesetzten Vorgaben konnten wir dank unserer Auswahl an Baustoffe und -materialien erfüllen. Und auch in punkto Schall- und Brandschutz erreichen wir Bestwerte“. Insgesamt verarbeitete die Bauunternehmung Willi Prangenberg bei diesem Projekt 839,5 Kubikmeter Beton, 75 Tonnen Stahl und 20 Sattelzüge Bimsstein aus der Region – ein eindrucksvoller Beleg für die Komplexität des Bauprojekts, das am 22. Dezember vergangenen Jahres nach nur sechs Monaten Bauzeit im Rohbau fertiggestellt werden konnte.

Seit Februar tummeln sich neben anderen Gewerken auch fleißige und kompetente Hände der Dachdeckerei Prangenberg auf der Baustelle. „Noch bis Ende des Monats“, verrät Firmenchef Yunus Prangenberg. „Dann werden unsere Planungs- und Ausführungsarbeiten im Bereich Bauwerksabdichtungen entsprechend der Flachdachrichtlinien, bezüglich des Wärmeschutzes und der Entwässerung abgeschlossen sein. Und dass dabei auch in diesen Punkten die EnEV-Vorgaben mehr als erfüllt werden, unterstreicht die Qualität dieses Hauses.“

 

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