Forum Ehrenamt

 

Gesellschaftlicher Wandel braucht neue Ideen

Die Flüchtlingshilfe ist eines von vielen Arbeitsfeldern in denen sich das Forum Ehrenamt seit Jahren engagiert. „Wir wollen bürgerschaftliches Engagement auf eine breite Basis stellen. Unsere Vision ist die „Engagierte Stadt Königswinter“, bei der sich Bürger unserer Stadt nachhaltig für eine neue Kultur des Miteinanders einsetzen“, so Jochen Beuckers von Forum Ehrenamt.

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Neue Koordinatorinnen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe beim Forum Ehrenamt: (von links) Florencia Chretien de Mack, Jochen Beuckers und Nisa Punnamparabil-Wolf
Bild: Ruth Evans

Die Flüchtlingswelle hat eine große Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement ausgelöst. Dies ist eine neue Chance und gleichzeitig eine neue Herausforderung, der sich das Forum Ehrenamt im letzten Jahr verstärkt gestellt hat. Wie in vielen anderen Städten musste auch in Königswinter bisher viel improvisiert werden. „Es hat Zeit gebraucht tragfähige Strukturen im bürgerschaftlichen Engagement aufzubauen“, so Gabi Burmann, stellvertretende Vereinsvorsitzende. „Die große Welle der Hilfsbereitschaft hat unser ehrenamtliches Team im vergangenen Jahr stark gefordert.“

Mehr als 400 konkrete Engagementangebote gingen beim Forum Ehrenamt ein. Bis heute melden sich immer noch viele Menschen, die sich bürgerschaftlich engagieren möchten.

Von Anfang an engagierte sich das Forum Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe. „Zu Beginn war schnelle Hilfe gefordert“, so Nisa Punnamparambil-Wolf. Inzwischen hat das Forum rund 100 Fahrräder die vom Kooperationspartner ADFC auf Verkehrssicherheit geprüft wurden, an Flüchtlinge übergeben. „Das Thema wird uns noch lange beschäftigen“, so Nisa Punnamparambil-Wolf. Die indisch stämmige Soziologin setzt bei ihrer Arbeit auf einen langen Atem. „Wir brauchen Nachhaltigkeit gerade im bürgerschaftlichen Engagement. Eine gute Begleitung der Ehrenamtlichen hat für uns daher oberste Priorität.“

Florencia Chretien de Mack, die als langjährige Vorsitzende der internationalen Frauenzentrum Bonn über viel Erfahrung im Umgang mit Migranten verfügt, unterstreicht die Notwendigkeit einer guten Koordination. „Migranten, die neu nach Deutschland kommen brauchen vertrauenswürdige Ansprechpartner, die ihnen zuverlässig den Weg in die deutsche Gesellschaft erleichtern. Wir arbeiten daran, dass das Zusammenwirken der Akteure gut funktioniert.“

Mit regelmäßigen Sprechstunden und offenen Sprachtreffs in den Übergangsheimen gibt es permanenten Kontakt zu den Flüchtlingen. Hier wird der Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung festgestellt und an die vielen Engagierten weitergeleitet.

Ein Netzwerk von Sprachpaten unterrichten Einzelpersonen und Kleingruppen fast im gesamten Stadtgebiet. Sie werden mit ausgewähltem Sprachmaterial ausgestattet und treffen sich zum regelmäßigen Austausch und Weiterbildungen. Integrationslotsen begleiten im Sinne der „Hilfe der Selbsthilfe“, so etwa im Umgang mit Behörden, bei der Klärung von medizinischen Fragen, beim Übergang in eine eigene Wohnung und in der Zeit danach.

Das Forum ist Ansprechpartner für viele Initiativen, Vereine, kirchliche Stellen und Schulen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Mittlerweile engagieren sich viele Bürger, dies ist auch notwendig, damit die große Aufgabe der Integration gelingen kann. So finden regelmäßige Begegnungscafe´s der Kirchen, Spielkreise des katholischen Jugendamtes, gemeinsame Kochnachmittage und Ausflüge über die Nachbarschaftshilfe statt.  Auch für diese Menschen und ihre Fragen steht das Forum Ehrenamt zu Verfügung.

 

Bürger die sich engagieren wollen können sich an das Forum Ehrenamt wenden. Offene Sprechstunden finden statt mittwochs, 15-17 Uhr, Telefon: 0 22 23 / 92 36 36, www.forum-ehrenamt.de.

 

 

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