Onlinebefragung zur geplanten Rheinbrücke zwischen Remagen und Erpel

 

Große Zustimmung für Bauprojekt

Da sind selbst die Planer und Experten der Uni Koblenz überrascht: Ein Bauprojekt erhält von der Bevölkerung Zustimmungswerte zwischen 80 und 91 Prozent. Besonders freuen kann sich auch Karsten Fehr, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel, denn schließlich zählte er in den vergangenen Monaten auch zu den Befürwortern und Förderern der Idee einer neuen Rheinbrücke zwischen Remagen und Erpel.

Die historischen Brückenpfeiler in Erpel werden bald womöglich Bestandteil einer neuen Fußgängerund Radfahrer- Brücke über den Rhein.
Bild: H. W. Lamberz (RWN-Archiv

Professor Holger Schmidt von der Universität Koblenz, der die Onlinebefragung ausgewertet hat, stellt fest: „Dies sind allesamt außergewöhnlich gute Werte: eine sehr hohe Zahl an Teilnehmern und ein sehr positives Feedback unabhängig von Alter, Geschlecht und Wohnort. Die Unterschiede bewegen sich nur in unerheblichen Nuancen und allesamt im sehr positiven Bereich.“

Die neue Brücke, die Fußgängern und Radfahrern vorbehalten bleiben soll, ist nach Überzeugung der Gemeinden an beiden Ufern des Rheins nicht nur eine touristische Attraktion, auch wenn der historische Standort ein Garant für viele Besucher aus dem In- und Ausland sein kann. Vorteile dürfen sich aber vor allem die Nutzer von Naherholungsangeboten der Region versprechen. Für Radfahrer könnte die Brücke eine Lücke schließen, zumal die Situation für Sie auf der linksrheinischen Strecke wesentlich besser ist, als derzeit noch auf der Linzer und Unkeler Seite.

Entsprechend der geringen Zahl von ablehnenden Äußerungen (gut sechs Prozent der Befragten) sind die Vorbehalte gegenüber dem Projekt überschaubar. Diese äußern sich weniger in Form harter Kritik, sondern eher in Hinweisen und Anforderungen, die die Befragten an eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke stellen. So sollten die Kosten im Rahmen bleiben und die Anbindung sollte in Bezug auf Verkehr, Parkplätze und Barrierefreiheit auch im Interesse der Anwohner gut durchdacht sein.

Hinsichtlich der Gestaltung sollte die Brücke Geschichte mit Zukunft verbinden, sie sollte zwar etwas Besonderes, aber trotzdem eher zurückhaltend und auch nachhaltig sein. (fu)

 

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