Organisator ist der BMV 1969


Hausen feiert vier Tage Kirmes

Der Ursprung der Kirmes hängt eng mit den Wörtern Kirchweihe und Kirchmesse zusammen. Mit den Kirchweihfesten war besonders im Mittelalter immer ein Markt verbunden, wo Menschen lustig und ausgelassen waren, sich beschenkten und manche Raufbolde sich prügelten.

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Gute Stimmung herrscht im großen Zelt auf dem Festgelände in Hausen.
Bild: Privat

Die großen Kirmesfeste unserer Zeit wie etwa Pützchens Markt haben zwar manches von dieser Tradition übernommen, aber vor allem durch die hochtechnisierten Fahrgeschäfte eine ganz andere Dimension erreicht. Kleiner, bescheidener geht es da auf einer Dorfkirmes zu. „Wir hätten auch mal gerne einen Autoscooter“, so Natalie Hessler, Vorsitzende des Burschen- und Mädchenvereins Hausen/Wied. Der Verein hält in dem kleinen Ort die Kirmesfahne hoch und organisiert jedes Jahr in Eigenregie die vier tollen Tage – in diesem Jahr vom 18. bis 21. September.

Gegründet wurde der BMV 1969 und schon ein Jahr später wurde die erste Hausener Kirmes aus dem Boden gestampft. „Schon mein Vater war Gründungsmitglied“, bekennt Natalie Kessler stolz. Wichtiger Fixpunkt einer jeden Kirmes in Hausen ist das Aufstellen des Kirmesbaumes. „Der wird im Wald abgeschlagen und dann mit einem Traktor ins Dorf geholt“, so Kessler. Dazu schmückt sich der ganze Ort mit dem Aufhängen von Fahnen, Wimpeln und Wappen. Das große Zelt auf dem Festgelände beim Schwimmbad ist dann Schauplatz für Musik und Tanz.

„Wir sind froh, dass wir die erfolgreiche Band des Vorjahres, die „Saints“, wieder buchen konnten“, erläutert die Chef-Organisatorin der Hausener Kirmes. Um das Festzelt gruppieren sich dann eine Schießbude, ein Stand mit Entchen-Angeln, ein kleines Kinderkarussell sowie ein Süßigkeitenstand, alles im überschaubren Rahmen.

„Die Schausteller kommen aus dem Koblenzer Raum, wir kennen die schon länger“, so Natalie Kessler. Für den Ort selbst dürfte der Schlusstag, der Montag, dann der Kirmestag sein, an dem man unter sich ist. Beim Dorfabend mit dem traditionellen Eierbacken und der Verlosung der großen Tombola hoffen die 35 Mitglieder des BMV allerdings auf regeren Zuspruch als in den letzten Jahren.

Denn Natalie Kessler ist ein wenig traurig, dass die Hausener Bevölkerung wohl nicht mehr so enthusiastisch hinter ihrer Kirmes steht wie noch in den Anfängen. „Wenn man im Ort die Lose für die große Tombola verkaufen will, sieht das eher mau aus“, bekennt sie. Aber die Besucher aus den Nachbarorten fangen dieses Minus wieder auf. „Die Kosten haben wir eigentlich in jedem Jahr wieder hereinbekommen“, so Kessler.

 

 

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