Fleißige Helfer


Hl. Donatus in Ockenfels restauriert

Der Heilige Donatus gilt als Schutzpatron gegen die Vernichtung durch Gewitter und Feuer aber auch als Heiliger der Winzer und als Schutzpatron der Gemeinde Ockenfels. Donatus wurde im zweiten Jahrhundert nach Christus in Rom geboren.

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Die fleißigen Helfer (von links) Heinrich Schmitz und Winfried Magnus
Bild: Veranstalter

Als Heerführer der zwölften Legion kämpften seine Truppen an der Donau erfolgreich gegen den Germanenstamm der Markomannen. Danach gelobte Donatus der Ehelosigkeit. Er stieg bis zum Oberst der Leibwache von Kaiser Marc Aurel auf. Später wurde er aber hingerichtet, da er eine Ehe mit der Enkelin des Kaisers abgelehnt hatte. Über viele Umwege kamen die Reliquien über den Jesuitenorden von Bad Münstereifel um 1740 nach Linz, wo auf dem Kaiserberg die Donatuskapelle steht. Die Reliquien sind aber leider verloren gegangen.

In Ockenfels gab es auch eine kleine um 1703 errichtete Dreifaltigkeitskapelle am heutigen Donatusplatz die bis 1976 als Kirche diente. Dort steht seit 1999 eine 151 Zentimeter hohe Statue des Hl. Donatus aus Balsaltlava. Eine weitere aus dem 18. Jahrhundert stammende Holzfigur des Hl. Donatus befindet sich in der neuen Dreifaltigkeitskirche in Ockenfels.

Als vor dem heutigen Friedhofseingang in Ockenfels 1989 ein Marienhäuschen errichtet wurde, hat man entschieden dort ein Abbild des Hl. Donatus aufzustellen. Das Erscheinungsbild dieser Figur aus Ton, 112 Zentimeter hoch, hatte sich über viele Jahre hinweg drastisch verschlechtert. Ortsbürgermeister Pape hörte sich im Ort um, wer in der Lage ist die notwendige Restauration durchzuführen. Er wurde fündig bei Heinrich Schmitz, der „Auf dem Apostelberg“ wohnt und gerade 85 Jahre alt wurde. Er ist gelernter Grafischer Zeichner und Freihandzeichner und vielen Ockenfelsern durch seine wunderschönen Zeichnungen über Ockenfelser und Linzer Motive bekannt.

Den ganzen Sommer 2016 hat er sich in vielen Stunden an die Arbeit gemacht und ein hervorragendes Ergebnis abgeliefert. Zusätzlich wurde das Marienhäuschen mit einem neuen Anstrich versehen. Hierfür stellte sich der inzwischen 74 Jahre alte gelernte Maler und Anstreicher Winfried Magnus, den Ockenfelsern als „Wippi“ bekannt, zur Verfügung. Auch er leistete einwandfreie Arbeit ab. Beide Personen haben für ihre Arbeit kein Geld verlangt, dies war für sie eine Frage der Ehre. Geholfen haben bei der Restauration auch die Ockenfelser Rentnergilde mit Schmiedearbeiten und dem Anbringen eines Schutzglases, damit die Figur gegen Regen geschützt ist. Das i-Tüpfelchen vollbrachte Herr Bagci von Bauhof, der einige Vergoldungsarbeiten ausführte.

 

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