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Hochlandrinder im Einsatz für den Naturschutz

2015 in die Umsetzungsphase gestartet, realisiert chance7 auch in diesem Jahr weitere Maßnahmen zur Förderung von Natur und Landschaft in unserer Region. Eines der Ziele des Naturschutzgroßprojektes ist der Erhalt von artenreichen Wiesen und Weiden durch eine naturverträgliche Nutzung.

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Chance7-Projektreferent Ralf Badtke (rechts) mit dem Ehepaar Tanja und Marc Liessem
Bilder: RSK

So auch im Ravensteiner Tal bei Hennef-Uckerath: Auf einer aus Projektmitteln erworbenen Fläche „arbeiten“ seit ein paar Tagen zottelige Hochlandrinder für den Naturschutz. chance7-Projektreferent Ralf Badtke und Landwirt Marc Liessem, der die Fläche bewirtschaftet, stellten die Maßnahme jetzt gemeinsam vor.

Die 1,7 Hektar große ehemalige Rinderwiese lag seit Jahren brach, der Artenreichtum ging langsam zurück. Außerdem drängt vom Bach her bereits das Indische Springkraut in die Fläche. „Diese nichtheimische Pflanze zählt zu den sogenannten invasiven Arten, die nach einigen Jahren insbesondere brachliegende Flächen ganz überwuchern können“, erläuterte Projektreferent Ralf Badtke. „Wenn allerdings Rinder den Bereich beweiden, kann man dieser Entwicklung gut entgegenwirken und die Artenvielfalt sogar wieder steigern.“

165351PSo soll nicht nur der Artenreichtum der Pflanzenwelt profitieren: „Wir hoffen, dass auch Amphibien und verschiedene Insektenarten wie Grashüpfer, Schmetterlinge und Libellen im Ravensteiner Tal wieder ein Zuhause finden. Mit Marc Liessem aus Hennef-Uckerath haben wir einen Rinderhalter gefunden, der die Fläche im Sinne von chance7 bewirtschaftet“, freut sich Ralf Badtke.

Die eingesetzten Schottischen Hochlandrinder sind sehr robust und leisten ihre „Arbeit“ genügsam. Im Vergleich zu anderen Rinderrassen sind die Highland Cattles echte Leichtgewichte. So entstehen auf der stellenweise sumpfigen Wiese kaum Trittschäden.

Weil die Fläche relativ schmal und lang ist, mussten insgesamt gut 700 Meter Weidezaun errichtet werden. Die Kosten wurden komplett von chance7 übernommen. So konnte das Naturschutzgroßprojekt aktiv zum dauerhaften Erhalt der Fläche beitragen. Denn nur durch diese finanzielle Unterstützung aus Projektmitteln ist das Projekt für den erfahrenden Landwirt Liessem überhaupt wirtschaftlich.

Übrigens: chance7 plant weitere ähnliche Projekte auch in anderen Bereichen des Rhein-Sieg-Kreises. Schon in Kürze wird die Umzäunung von mehreren Hektar Auenwiesen bei Windeck-Dreisel fertiggestellt. Auch hier sollen die Flächen schon bald naturverträglich mit Rindern beweidet werden.

 

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