Holz ist der Naturdämmstoff Nummer eins

Sowohl die aktuellen Marktzahlen bei Dämmstoffen wie auch die Anfragen auf der Deubaukom in Essen, der wichtigsten Baufachmesse für den westdeutschen Raum und die angrenzenden Benelux-Regionen, zeigen: Immer mehr Menschen setzen im Bereich der Wärmedämmung auf Naturdämmstoffe. Und hier insbesondere auf Holz.

Deubaukom

Deubaukom in Essen: Wärmedämmung mit Naturstoffen ist ein großes Thema.
Bild: Messe Essen

Zu diesem Fazit kommt auch Norbert Rohringer, Leiter des Vorteil-Bauzentrums in Bad Honnef-Aegidienberg: „Der Stand unseres favorisierten Anbieters Steico war bestens frequentiert. Gewiss trägt auch die geänderte Energieeinsparverordnung EnEV 2014 mit zu dieser Entwicklung bei, die ab Frühsommer in Kraft tritt“, leitet der Bauexperte zu den Vorzügen des Dämmstoffes Holzes über. „Holz speichert über seine gesamte Nutzungsdauer klimaschädliches CO2 und hält es von der Atmosphäre fern – bei einer Wärmedämmung aus Holz also mehrere Jahrzehnte lang. Das kommt der Umwelt und vor allem dem Klima zugute!“

Für die Verwendung von Holzdämmstoffen sprechen noch weitere Pluspunkte: Im Winter spart eine Dämmung aus Holzfaserdämmstoffen Heizkosten, im Sommer nimmt sie die Wärme auf und sorgt so für ein angenehm kühles Raumklima. Gleichzeitig kommt es bei Holzfaser-Wärmedämmverbundsystemen zu einer deutlichen Reduzierung der Algenbildung. Zudem verbessern Holzdämmstoffe aufgrund ihres höheren Gewichts und der offenporigen Struktur den Schallschutz der Gebäude.

Ob für das Eigenheim oder das Großbauprojekt – unter den Holzdämmstoffen gibt es für jeden Bedarf eine geeignete Variante. So können die harten Holzfaserdämmplatten als Unterdeckungen im Dach oder als Dämmstoff in Wärmeverbundsystemen eingesetzt werden. Sie sind sehr robust und halten selbst Hagel oder Stößen gegen die Fassade stand.

Harte Holzfaserdämmplatten eignen sich durch ihre feuchteregulierenden Eigenschaften besonders für Dämmungen im Innenraum. Sie finden sich auch als Trittschalldämmungen unter Laminat und Parkett. Flexible, zusammendrückbare Holzfaserplatten werden für Gefachdämmungen eingesetzt. Gefache können auch mit losen Holzfasern ausgeblasen werden.

Die Fasern für Holzfaserdämmstoffe werden ausschließlich aus frischen Holzresten hergestellt, die als Nebenprodukte in Sägewerken anfallen. Das dafür verwendete Rohholz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern Europas. So eignen sich Holzfaserdämmstoffe gut für den Innenraum, da sie unter Beachtung der aktuellen Vorschriften nicht durch Holzschutzmittel oder Flammschutzmittel belastet sind.

Auch wenn mit der EnEV 2014 kein Zwang zum Sanieren gegeben ist und die neuen Bestimmungen erst ab 1. Januar 2016 gültig sind, empfiehlt Norbert Rohringer beim Neubau schon jetzt zukünftigen Standards zu erfüllen: „Ein späteres Nachdämmen ist stets aufwändiger und kostspieliger, als gleich beim Neubau auf die Zukunft zu setzen.“

 

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