„Hünnije, mein Heimatstadt“

„Schwaade, senge, laache“, lautete das Motto des 7. Mundartabends im Weinkeller des Hohen Hauses in Bad Hönningen. Die Darbietungen, ein bunter Strauß mit Wortspielen und Hünnije Leedsche, begeisterten die vielen Zuhörer; man schmunzelte, applaudierte und hatte einfach Spaß.

Nach einem Musikauftakt von Günther Thiermann folgte ein Prolog von Ingeborg Düren „uss Mottersproch“. Winfried Lotzmann begann mit einer Überblick zu den Mundarten an Rhein und Mosel. Margret Mertins gab mit ihrem Debüt  „Wein von de Mussel“ einen Einblick ins Moselfränkische, verbunden mit dem Kowelenzer Schängel-Liedsche. Es folgten zwei lustige Beiträge von Josef Frömbgen – die Beerdigng eines Kaninchens aus Kindersicht und eine Rückblende auf eine Kegeltour nach Österreich.

Munter ging es weiter mit dem „Jäger aus Kurpfalz“, „de Hünnije Sprüch“, dem Beitrag „mei Hünnije“ und Anekdoten zu der Vielzahl „Hünnije Bauere on Winzer“. Nach der Melodie „Guter Mond, du gehst so stille“ folgte „de Mond an de Mussel“. Mit einem  Blick auf die „Kleindenkmale en de Stadt on’nem Ausfluch zu verjessene Denkmale em Hünnijer Bösch“ endete – nicht der Abend, sondern lediglich der erste Teil.

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Das Hohe Haus war beim Mundart-Abend am 8.11. vor allem eines: voll.
Bild: Heimatverein Bad Hönningen

Nach der Pause ging es munter weiter: Mit „Dreimal Null es Null es Null“ machte Ingrid Wester den Auftakt. „Bat jit et Neues“ war ein weiteres Thema, passend dazu wurde aus einer „Mussel-Zeidung“ kommentiert. Dann war es wieder Zeit für ein Leedsche: „Heidewitzka Herr Kapitän“ hieß es, bevor Verzellscher on Kretzjer für Schmunzeln und Applaus sorgten.

Dann kam das Thema „bat es dat heut  widde für e  Wedder“  zur Sprache. Wer nur Bahnhof versteht liegt falsch, von alten Wetteregeln, in früheren Zeiten für Bauern und Winzer von großer Bedeutung, ist hier die Rede. Sodann erklang „Hünnije mein Heimatstadt“, das „Leed vieler Hünnijer“ mit drei Strophen im Weinkeller, danach ging es mit zwei weiteren Beiträgen – „Avreißkalender“ on „Kalendersprüch“ – dem Ende entgegen.

Zum vermeintlich krönenden Abschluss erklang schließlich das Lied „So ein Tag so wunderschön wie heute“. Doch ohne eine Zugabe musste niemand nach Hause gehen, denn Musikus Günther Thiermann stimmte noch das „Leed vom Küstersch Hans on seine Jonge“ an.

 

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