Weiße Weihnachten sind in weiter Ferne

 

„I´m dreaming of a white christmas“

Für Meteorologen ist es die im Jahresverlauf am häufigsten gestellte Frage. Gibt es weiße Weihnachten? Die Chancen darauf stehen schlecht – zumindest statistisch gesehen. Kunden und Mitarbeiter im Vorteil-Center Asbach sowie in den Partnerbetrieben scheinen deren Prognosen allerdings recht kalt zu lassen.

Diese traumhafte Kulisse wird man zum Fest wohl nur weit außerhalb der RWN-Region finden.
Bilder: Presseagentur Funk (6), jil111

In vielen Regionen Deutschlands, wie auch im RWN-Land, ist Schnee an Weihnachten eine Seltenheit. Nur etwa alle fünf bis zehn Jahre gibt es hierzulande landesweit weiße Weihnachten, zuletzt in 2010. Damals sorgten frostige Temperaturen in der Winterfrühphase für Traumlandschaften und Winterzauber pur.

Simone Klasen

„Es wäre schön, wenn sie denn in diesem Jahr wiederkehren würde, die weiße Weihnacht“, wünscht sich Simone Klasen für die kommenden Feiertage. Beim Adventskranzbasteln im Vorteil-Center Asbach gesteht sie: „Ich kann mich nicht erinnern, hier in den letzten Jahren weiße Weihnachten erlebt zu haben.“ Doch letztlich bleibt das Wetter nebensächlich: „Ich freue mich mehr auf gemütliche Stunden im Kreis meiner Lieben, ein richtiges Familienfest.“
Auch für Susanne Schmahl, Floristin im Vorteil-Bauzentrum Asbach, geht die Welt nicht unter, wenn die Festtage schneelos bleiben sollten. Aber: „Ja, ‚I’m dreaming of a white christmas…‘, denn es gehört für mich einfach dazu. Kann es etwas Schöneres geben als Weihnachten mit Schnee, Raureif, Tannen- und Plätzchen-Duft in der Luft?“

Marc Nüßler

Obwohl er derzeit regelmäßig mit Glatteis zu tun hat, würde sich auch Marc Nüßler, Mitarbeiter in der Westerwald Arena, über Schnee zum Fest freuen, denn: „Ich habe angenehme Kindheitserinnerungen an eine weiße Weihnacht.“ Ulrike Feggeler und Tochter Jessica, beide ebenfalls Mitarbeiterinnen in der Asbacher Eishalle wünschen sich gar mit Nachdruck weiße Weihnachten. „Ohne Schnee ist Weihnachten nur halb so schön.“

Obwohl sich Bettina Enkel von Regio Autoglas in Asbach mit dem Trio aus der Arena sonst glänzend versteht, vertritt sie eine konträre Meinung: „Ich wünsche mir an Weihnachten definitiv keinen Schnee.“ Die KFZ-Expertin sorgt sich vielmehr, dass die weiße Pracht zu Chaos auf den Straßen führen könnte. Für sie ist klar: „Wer weiße Weihnachten feiern will, sollte in die schneesicheren Gebirge fahren.“

Tim Forbert

Auch Tim Forbert, Mitarbeiter der Sportabteilung im Vorteil-Center Asbach kann auf die weiße Pracht gut verzichten: „Wenn ich mir Schnee wünsche, dann nur wegen der Kinder.“

David Kanaan

David Kanaan, als Auszubildender gerade ebenfalls in der Sportabteilung tätig, wiederum würde sich über Schnee zwar freuen, fürchtet aber wegen des Klimawandels kaum mehr in den Genuss weißer Weihnachten zu kommen. „Doch egal ob Schnee oder keiner, beim Festtagsessen sieht man eh nicht, wie es draußen ausschaut“, nimmt er die Sache aber pragmatisch.

Christel Wiegmann

Auch Christel Wiegmann, Ausstellerin von Bastelbedarf für das Fest wünscht sich „wie immer weiße Weihnachten, doch ich glaube nicht, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.“ Ihren letzten Weihnachtsurlaub im Schnee hat sie vor 15 Jahren in der Lüneburger Heide erlebt. „Ich vermisse schon etwas, wenn es grün bleibt. Doch wegen weißer Weihnacht irgendwohin fahren, das ist nicht mein Ding.“

Die Statistiken der Meteorologen besagen, dass die Chancen für Schnee an Weihnachten im Flachland bei zehn bis 20 Prozent liegen, am Alpenrand und in Mittelgebirgslagen wie Harz, Schwarzwald oder Erzgebirge hingegen bei über 50 Prozent. Wer von weißer Weihnacht träumt, sollte also noch einmal schnell in den Thomas Cook Reisebüros vorbeischauen, denn die Temperaturen an den Feiertagen liegen im oberen einstelligen, gebietsweise sogar zweistelligen, Bereich. (imr)