Arbeitskreis Natur- und Umweltschutz Asbacher Land

 

Insektenschutz umfasst viele Aspekte

Der Arbeitskreis Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (Anual) hatte jüngst ins Heimathaus nach Buchholz zum Thema Insektenschwund eingeladen.

Brauner Feuerfalter
Bilder: Verein

Dr. Georg Gellert aus Bonn vom Bund NRW konnte mit vielen Fakten und einem Vortrag auch Lösungsansätze für den bedrohlichen Insektenschwund aufzeigen. Das Problem ist ernst, selbst in Naturschutzgebieten konnte in den letzten 30 Jahren ein Rückgang von fliegenden Insekten um fast 80 Prozent festgestellt werden. Es gibt nur wenige Arten, die von den Veränderungen in der Landschaft und den höheren Temperaturen nicht betroffen sind.

Dr. Rudolf Raabe von der regionalen Arbeitsgruppe „Blühende Landschaft Rhein-Westerwald“ regte an, sich für ein EU-weites Verbot von Insektengiften zu engagieren. Martin Eudenbach, Vertreter der regionalen Landwirtwirtschaft, machte auf die schwindende Konkurrenzfähigkeit der deutschen Bauern auf dem globalisierten Markt aufmerksam. „Vielfach wird unseren produzierten Lebensmitteln keine echte Wertschätzung zuteil, auf einem 800 Euro Grill landet dann das 80 Cent Bratwürstchen“, brachte er das deutsche Konsumverhalten auf den Punkt.

Die Landwirte des Aktionsbündnisses „Land schafft Verbindung“ verwiesen anschaulich auf ihre gesetzlich auferlegten Probleme und ihre aktuellen Aktionen der grünen Kreuze. Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ist es nur schwer möglich, Insektenschutz, Artenvielfalt, Umweltschutz und finanzierbare faire Landwirtschaft auf einen Nenner zu bringen.

Paul Bergweiler moderierte für den Anual die anschließende Diskussion und zog das Fazit, dass Insektenschutz viele Aspekte umfasst. Neben der Anlage von Blühstreifen und einer naturnahen Gartengestaltung ist es genauso wichtig, mehr regionale landwirtschaftliche Produkte zu kaufen.

Der Anual wird sicherlich weiter mit den Landwirten in unserer Region im Dialog bleiben. Insgesamt war es aus Veranstaltersicht eine gute Veranstaltung für den Umweltschutz und damit auch für die Insekten in der Region.

 

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