Die RWN-Medienschule: Apps zur Videotelefonie im Test

 

Jetzt skypen auch Oma und Opa

Wer hätte zu Jahresbeginn erwartet, dass Oma und Opa 2020 zu begeisterten Nutzern von Apps zur Videotelefonie werden? Die Stiftung Warentest hat auf diesen Corona-Trend reagiert und zwölf Programme auf Herz und Nieren geprüft. Testsieger wurde Microsoft Teams, fast genauso gut schnitt die ebenfalls von Microsoft bereitgestellte Gratis-Software Skype ab.

Viele bleiben derzeit über Apps zur Videotelefonie in Kontakt. Stiftung Warentest hat einige davon getestet.
Bild: Jagrit Parajuli

Das in letzter Zeit viel Aufsehen erregende Zoom kam hingegen insgesamt nur auf ein Befriedigend, hier könne die Qualität von Bild und Ton insbesondere bei langsamen Internet-Verbindungen nicht mit den Siegern mithalten, heißt es im Fazit der Tester. Dass Zoom, anders als die Testsieger, erlaubt, auch mehr als vier andere Chatteilnehmer gleichzeitig zu sehen, spielte für die Tester scheinbar keine Rolle. In großen Familien oder gar bei digitalen Vereinszusammenkünften fährt man also womöglich trotzdem besser mit diesem Service.

Neben den beiden Microsoft-Programmen schnitten im Test auch die ebenfalls kostenlosen Apps Jitsi, Teamviewer Blizz und Discord mit der Note „gut“ ab. Dabei spielte Jitsi vor allem bei langsamen Internet-Verbindungen seine Vorteile aus, Blizz sammelte beim „Datenschutz“ die meisten Pluspunkte.

Teams wiederum unterstützt Menschen mit Sinneseinschränkungen, indem es bei Bedarf Text in Sprache und Sprache in Text umwandelt – letzteres beherrscht auch Skype. Bemerkenswert: Die kostenpflichtigen Apps im Test lieferten zumeist keinerlei Mehrwert und landeten auf den hinteren Plätzen.

Der vollständige Test ist kostenlos unter www.test.de/videochat abrufbar. (ct)