Keramikern über die Schulter geschaut

Seit nunmehr neun Jahren öffnen am zweiten Wochenende im März am „Tag der offenen Töpferei“ viele Töpfer und Töpferinnen in ganz Deutschland ihre Ateliers, um ihre Kunst zu zeigen, ihre Werkstätten und Arbeitsweisen zu demonstrieren und über ihre Werke Auskunft zu geben. Aus der Region beteiligen sich an diesem Tag Sabine Moshammer aus Linz, Am Sändchen 8 und Sebastian Klose aus Asbach / Krankel, Ütgenbacherstr. 20.

offene Töpferei 2014 A

Bild: Veranstalter

Es ist das Anliegen der Bundesinnung der Keramiker überall in der Republik auf das dieses alte Handwerk aufmerksam zu machen, in dem genauso viel moderne wie traditionelle Arbeiten hergestellt werden. So kann man von 11-18 Uhr die beiden oben genannten Werkstätten besichtigen und sich selbst ein Bild von den dort hergestellten Werken machen. Wer sich für Keramik interessiert, hat an diesem Wochenende die Möglichkeit, in Linz wie auch in Asbach, den beiden Meistern ihres Handwerks Fragen über die Herstellung, die Verwendung, die Frosthärte, die Glasuren etc. zu stellen.

In der Linzer Werkstatt von Sabine Moshammer stehen dieses Mal zarte weiße und pastellfarbene Porzellanvasen im Vordergrund, die, wie auch ihre „Schwestern“ aus SteinZeug, in ganz anderer Farbigkeit und Formgebung daherkommen. Gefüllt sind sie mit Sträußen und ausgefallenen Arrangements aus Frühlingsblüten. Den aufwendigen Entstehungsprozess der gedrehten Vasen kann man in der Werkstatt beobachten.

Sebastian Klose in Asbach präsentiert in seiner Werkstatt neben einer Vielfalt an Gebrauchsgeschirr auch eine bunte Mischung an Gartenkeramik, vom Blumentopf bis zur Brunnenfigur. Er wird an diesem Wochenende die Arbeitsweise demonstrieren, wie man von Hand große Gefäße aufbaut, die man nicht mehr auf der Scheibe drehen kann. Dies geschieht in Etappen, damit das Gefäß zwischendurch immer etwas antrocknen kann und nicht unter seiner Last in sich zusammen sackt.

Zwischendrin hat der Töpfer, der auch Gärtner ist, immer etwas Zeit, um auch Fragen zum Garten zu beantworten, der das Atelier umgibt. Mit ca 3000m² gibt es dort bei dieser milden Witterung schon allerhand zu sehen. Beide, Moshammer und Klose, verwenden übrigens Steinzeugton aus dem Westerwald.

Weitere Infos: www.tag-der-offenen-toepferei.de

 

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