Kinder sollen mitbestimmen können

Die RWN-Redaktion hat sich in den Kindergärten und -tagesstätten in der Region umgehört, was dort die beliebtesten Spiele sind.

Obst-Memory Kopie

In der Kircheiber Kindertagesstätte „Knolle-Bolle“ wird auch gerne mit dem selbst gebastelten Obst-Memory gespielt.
Bild: Kita

Die „Erzieher finden, dass die schönsten Kinderspiele die sind, bei denen die Kinder mitbestimmen dürfen, nichts Auf- oder Vorgesetztes, und bei denen das soziale Miteinander gefördert wird“, sagt Tina Kurtscheidt, Leiterin des Katholischen Kindergartens „Im Zwergenreich“ in Roßbach. Auch Anika Armstrong von der Kindertagesstätte „Knolle-Bolle“ in Kircheib meint, es sei das A und O, dass die Kinder selbst wählen. Deshalb gibt es dort sogenannte Freispielphasen. „Das Kind sucht sich seine Herausforderungen selbst aus“, sagt die Kita-Leiterin. „Wenn die Kinder wegtreten, sieht man, dass sie gut beschäftigt sind.“

Naturmaterialien regen Fantasie an

Manche Spielmaterialien haben die Erzieherinnen selbst entwickelt. So gibt es für Kinder, die sich schon für Zahlen interessieren, Kärtchen, auf denen eine Zahl steht und an denen ein Pfeifenputzer befestigt ist. Aufgabe ist es, der Zahl auf dem Kärtchen entsprechend viele Holzperlen auf den Pfeifenputzer zu fädeln. Aber auch Dinge, die die Natur vorgibt, wie Tannenzapfen und Kastanien, werden gerne zum Spielen angeboten.

„Durch unsere Waldgruppe bauen die Kinder mit Naturmaterialien“, erzählt auch Silke Reuschenbach von der HTZ-Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ in Asbach. Aus Ästen werden „Häuschen“ gebaut. Naturmaterialien, etwa Kastanien, werden gesammelt und in der Einrichtung zu Legebildern gestaltet. „Unsere Kinder sollen mit Fantasie anregenden Materialien arbeiten“, so die Kita-Leiterin. Große Pappkartons werden im Spiel der Kinder zu Autos und Schiffen umgebaut, mit Decken, Tischen und Stühlen Höhlen gebaut.

Der überwiegende Teil der befragten Einrichtungen ist sich einig darin, dass die Kinder gerne mit Konstruktionsmaterialien wie Duplo, Magnetspielen, Bauklötzen, Lego und Trapezsteinen spielen. Auch Rollenspiele und Verkleiden gehören für mehrere Kitas zu den beliebtesten Spielen. Genannt wurden zudem Bewegungs- und Kreisspiele sowie das Singen von Liedern.

Im Außenbereich der meisten Einrichtungen stehen Fahrzeuge wie Laufräder, Roller und Bobbycars hoch im Kurs. Mehrfach genannt wurde auch Malen mit Straßenkreide, Spielen im Sandkasten, Seilspringen, Verstecken und Fangen.

Im Bereich klassischer Brettspiele gaben die Kindertagesstätten fast 20 verschiedene Spiele an. Favorit war der Klassiker „Memory“, den gleich fünf Einrichtungen aufführten. Auf Platz 2 folgt mit vier Nennungen das Spiel „Obstgarten“ von Haba und auf Platz 3 mit jeweils drei Stimmen „Uno“ und „Vier erste Spiele“. Immerhin noch zweifach genannt wurden „Mensch ärgere dich nicht“ und „Tempo, kleine Schnecke“.

In der Katholischen Kita St. Bartholomäus, Windhagen, werden kaum noch Regelspiele verwendet oder bestellt. Dort kommen vermehrt Alltagsgegenstände, wie Siebe, Naturmaterial, Gefäße zum Schütten, Wäscheklammern und Bürsten zum Einsatz. „Diese Materialien bieten den Kindern eine wahre Fundgrube, um Spielideen in allen Bereichen des ganzheitlichen Lernens zu entwickeln“, erklärt das Team.

An der Befragung beteiligt haben sich insgesamt zwölf Einrichtungen, neben den im Text genannten auch die Marien-Kita Bruchhausen, die Katholischen Kitas und Kindergärten in Buchholz, Neustadt, Oberpleis und Waldbreitbach, der Evangelische Kindergarten Eitorf sowie der CJD Kiga Rauschendorf, Königswinter und das Familienzentrum „Vogelnest“, Windeck-Rosbach.

 

 

 

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