Linzer Ausstellung lockt bis zu 4000 Besucher in der Adventszeit an

 

Kirche zeigt Krippen aus aller Welt

Wenn sich ein Pädagoge über Eselsohren freut, dann müssen es schon besondere sein. Tatsächlich gehört der tönerne Esel zu den Ausstel­lungsstücken, die an jedem Adventswochenende bis zu 800 Tagesbesucher in die alte Kirche oberhalb von Linz locken. Die schon tra­ditionelle Krippenausstel­lung in St. Martin zeigt in diesem Jahr wieder mehr als 100 verschiedene Krippen.

Der Vorsitzende des Fördervereins der St. Martin-Kirche, präsentiert das abnehmbare Eselsohr aus Ton.
Bild: H. W. Lamberz

Als Vorsitzender im Förderverein der St. Martin-Kirche hat Peter Gillrath allen Grund, stolz auf die Ausstellung zu sein, die alljährlich von ehrenamtlichen Mitstreitern des Fördervereins betreut wird. In früheren Zeiten sei die historische Kirche zwar im Sommer immer Anziehungspunkt für Besucher gewesen, aber im Winter blieb sie sogar lange dicht. Jetzt sind es bis zu 4000 Besucher, die in der Weihnachtszeit und den ersten Tagen des neuen Jahrs die alte Kirche und ihre Schätze besichtigen.

Bei so mancher Krippe in den Vitrinen müssen die Besucher aber ganz genau hinsehen: die kleinsten Figuren sind nur zentimeterhoch. Dafür gibt es aber auch die überdimensionalen Figuren einer alten Jute-Krippe und eben die Figuren aus Ton, die Betrachter aus Linz schnell wiedererkennen werden. Es handelt es sich bei dieser Krippe um das Gegenstück zur städtischen Figurensammlung, die dereinst das Duo Buchwald/ Hau (Bürgermeister und Verkehrsdirektor) für den Linzer Weihnachtsmarkt bei den Ordensbrüdern in Leutesdorf geordert haben und die seitdem auf Markt- oder Burgplatz steht.

Der Kontakt zu einer Krippen-Künstlerin aus Niedersachsen und einige Nachlass-Krippen aus Familien in der Region haben seitdem die Sammlung wachsen lassen. Und wer vom Weihnachtsmarkt den Weg auf den Kirchenhügel geschafft hat, der wird neben südamerikanischen und afrikanischen Krippen auch mit eindrucksvoller Sakralkunst im alten Kirchengemäuer belohnt.

Übrigens: die zitierten Eselsohren hat der Krippenbauer aus Leutesdorf in weiser Voraussicht abnehmbar gemacht, damit nach dem 5. Januar die Krippe eingelagert werden kann.  (fu)

 

 

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