Zehn Meisterwerke der Oper


Klassik im Kino

Bravouröse Arien, Liebesschwüre und Intrigen: Bei der preisgekrönten Veranstaltungsreihe „Live aus der Met“ sind Opernfans ganz nah dran an großer Kunst und großen Gefühlen.

Symbolfoto: mermyhh

Im Asbacher Lichtspieltheater Cine 5 hat der Run auf die begehrten Tickets für die neue Spielzeit 2019/20 längst eingesetzt. Denn von Oktober bis Mai nächsten Jahres stehen wieder einmal zehn abwechslungsreiche Opern mit den berühmtesten Opernstars der Welt auf dem Programm.

„Das neue Programm wird sehr gut angenommen“, kommentiert denn auch Andrea Klöckner, Kaufmännische Leiterin Cine 5, den Vorverkauf. War die Vorsaison noch von Verdi geprägt, liegt in der neuen Spielzeit ein Schwerpunkt auf einem weiteren Publikumsliebling: Giacomo Puccini. Folglich macht dessen letztes Meisterwerk „Turandot“ den Auftakt am 12. Oktober in der Inszenierung des italienischen Altmeisters Franco Zeffirelli. Christine Goerke singt die eiskalte chinesische Prinzessin Turandot, die alle Liebeswerber ermorden lässt.

Mit Jules Massenets „Manon“ geht es am 26. Oktober weiter. Statt ins Kloster führt die Liebe die unwiderstehliche Manon an die Seite des Chevalier Des Grieux. Am Ende der Beziehung bezahlt sie mit dem Tod.

Bei der Premiere ein totaler Flop, seither jedoch eine der beliebtesten Opern: Puccinis „Madama Butterfly“. Die Liebesgeschichte um eine japanische Geisha und einen amerikanischen Marineoffizer mit Doppelleben begeistert das Publikum bis heute und wird am 9. November live ins Cine 5 übertragen. Plácido Domingo gibt dabei sein Debut als Sharpless.

Ins Alte Ägypten entführt Philipp Glass‘ Oper „Akhnaten“ am 23. November. 1984 uraufgeführt, erzählt sie in schlaglichtartigen Einzelsequenzen vom Scheitern des Pharaos Echnaton und seiner Gattin Nofretete.

Mit dem als „Wahnsinnsoper der Moderne“ gelobten Werk „Wozzeck“ von Alban Berg startet das Jahr 2020. Eine Heerschar von Opernstars bringt am 11. Januar die expressionistisch übersteigerten Seelendramen des Soldaten Wozzek, der dem Irrsinn verfällt, zu Gehör.

„Summertime“ und andere Ohrwürmer versprechen am 1. Februar 2020 bei George Gershwins „Porgy and Bess“ ein Hörerlebnis der Extraklasse. Das Werk, ausdrücklich als Oper und nicht als Musical komponiert, ist Gefühlskino pur.

Filetstück für Musikliebhaber

Am 29. Februar 2020 entspannt sich dann dreieinhalb Stunden lang der intrigengeladene, mit Liebeleien gespickte Politthriller „Agrippina“ von Georg Friedrich Händel. Das witzige Libretto plus die Händelsche Virtuosität machen diese Oper zu einem Filetstück für Liebhaber Alter Musik.

Übersinnliches und Irdisches hingegen verbindet Richard Wagner in „Der fliegende Holländer“. Als romantische Oper in drei Akten komponiert, bedient er zwar noch das traditionelle Opernformat, führt aber auch schon hin zu seinem Lebensthema, der Erlösung.

Anna Netrebko als „Tosca“: Für alle Puccini-Fans und Verehrer der russischen Soprankönigin ist der 11. April 2020 definitiv ein Muss. Liebe, Eifersucht und Verrat bestimmen wie so oft in großen Werken auch die Handlung dieser Oper. Doch in punkto Dichte, Emotionalität und Kunstfertigkeit sucht die „Tosca“ ihresgleichen.

In der letzten Übertragung am 9. Mai 2020 können sich alle Opernfans dann im Asbacher Kino auf Belcanto vom Feinsten freuen, wenn sich in Gaetano Donizettis „Maria Stuarda“ die beiden Erz-Rivalinnen mit Vorwürfen und Beleidigungen bombardieren. (imr)

 

 

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