Kleine Pfützen wirken Wunder

Im ehemaligen Steinbruch Hinterplag und im Pfaffenbachtal startet der NABU Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (Anual) ein Hilfsprojekt zum Schutz der Gelbbauchunke.

Gelbauchunke

Bedrohte Art: Gelbbauchunke
Bild: Fotolia/M. R. Swadzba

Die Gelbbauchunke, früher hierzulande weit verbreitet, ist heute eine der am stärksten gefährdeten Amphibienarten in Rheinland-Pfalz. In der Verbandsgemeinde Asbach ist der kleine Froschlurch mit der charakteristisch gelb-schwarz gefleckten Unterseite aber noch beheimatet – auch und vor allem weil sich der Anual seit nunmehr 30 Jahren für seinen Schutz engagiert.

Allerdings sind auch im Kreis Neuwied fast alle Bestände enorm rückläufig. Dieser Rückgang soll nun durch die Anlage zahlreicher kleiner Gewässer und die Pflege bestehender Aufenthaltsgewässer gestoppt werden. „Schon kleine Tümpel, Fahrspuren und Pfützen wirken Wunder“, so Sybille Hennemann, Projektmitarbeiterin des NABU Rheinland-Pfalz. Solche Kleinstgewässer dienen als Laichgewässer und sind notwendig für die Entwicklung der Kaulquappen.

Im Steinbruch Hinterplag werden bereits seit zehn Jahren immer wieder kleine Tümpel geschaffen. Der Anual hatte damals mit finanziellen Mitteln der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz den Steinbruch von der Basalt-Actien-Gesellschaft erworben.

Das Gesamtprojekt „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz gefördert und erstreckt sich über fünf Bundesländer. Im Kreis Neuwied befinden sich elf Projektgebiete, in denen das Vorkommen der Gelbbauchunke gestärkt und optimiert werden soll. Ziel des Vorhabens ist es, dem Lurch bei seiner Wiederausbreitung zu helfen und bestehende Populationen zu stärken.

Weitere Infos: www.projekt-gelbbauchunke.de

 

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