„Kinder in Not“ schenkt Hoffnung


Kleines Wunder zu Weihnachten

Nicht jeder hat die Möglichkeit, das Weihnachtsfest so zu feiern, wie wir es gewohnt sind. Die Windhagener Aktionsgruppe „Kinder in Not“ hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, notleidende Kinder überall auf dem Globus zu unterstützen. Eines dieser Kinder ist die fünfjährige Ivy auf den Philippinen, für die nun ein kleines Weihnachtswunder wahr wurde.

Die fünfjährige Ivy vor ihrem Haus: Kurz vor Weihnachten gibt es einen Funken Hoffnung.
Bild: Kinder in Not

Kinder, die in großer Armut aufwachsen, haben oft schlechte Bildungschancen, sind häufiger krank und haben ein geringes Selbstvertrauen. Gerade zu Weihnachten merken sie, dass ihre Eltern kein Geld zur Verfügung haben. Weihnachtswünsche haben auch diese Kinder, wohlwissend, dass sie nicht in Erfüllung gehen.

Ivy Nandon ist fünf Jahre alt und hat noch nie in ihrem Leben Weihnachten feiern können. Sie lebt mit ihrer Familie in einer schlecht zu erreichenden Bergregion auf den Philippinen. Um etwa Trinkwasser von weit her zu besorgen, steht die Familie oft schon um 3 Uhr morgens auf. Cebu City, das schnell wachsende Stadtgebiet in der Nähe, beherbergt rund drei Millionen Menschen. Armut ist hier weit verbreitet, Hunger und Krankheiten sind allgegenwärtig.

Ivys Vater John arbeitet als Motorradkurier, Ivys Mutter Julia verkauft Essen als Straßenverkäuferin. Das Familieneinkommen reicht trotzdem nicht. An manchen Tagen gibt es ausschließlich Haferschleim, aber noch öfter reicht das Geld noch nicht einmal für diesen. Oft geht Ivy mit knurrendem Magen ins Bett.

Ivys Eltern wünschen sich mehr als alles andere, dass ihre Tochter einmal die Schule besuchen kann. Sie wissen, dass Ivy nur durch Bildung aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen kann. Doch es gibt tatsächlich Hoffnung, dass es Ivy einmal besser ergeht als ihren Eltern. Nur wenige Wochen vor Weihnachten kam der Brief: Ivy erhielt einen der begehrten Plätze an einer Vorschule der Aktionsgruppe „Kinder in Not“.

Der Besuch wird ihr den Einstieg an einer staatlichen Grundschule sehr erleichtern. Bei der Finanzierung der dort anfallenden Kosten hilft „Kinder in Not“. Außerdem erhalten die Familien Reisrationen. „Das ist wirklich ein kleines Weihnachtswunder“ erzählt Ivys Mutter freudig. Für sie ist der Vorschulbesuch der Tochter das größte Geschenk.  (red)

 

 

 

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