Saisonales und gesundes Gemüse

 

Kohl für jeden Geschmack

Im Herbst und Winter hat Kohlgemüse Saison. In Deutschland angebauter Rotkohl, Rosenkohl und Grünkohl sind dann frisch erhältlich. Laut der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist heimischer Kohl nicht nur äußerst gesund, die kurzen Transportwege sparen auch Energie.

Wirsing, Rotkohl, Weisskohl auf Brett

Durch die Auswahl an Kohlsorten wird es auf dem Speiseplan so schnell nicht langweilig.
Bild: Fotolia/Johanna Mühlbauer

Rund zehn Kilogramm Kohl essen die Deutschen pro Jahr, vom Kohlrabi über den Brokkoli bis zum Grünkohl. Von der Sorte hängt ab, wie er gelagert werden muss. Grundsätzlich gilt, dass feste Kohlsorten wie Weißkohl oder Rotkohl kühle Kellerräume bevorzugen.

Grünkohl und Rosenkohl halten sich im Kühlschrank einige Tage, am besten eingewickelt in ein feuchtes Tuch. Beide sind den gesamten Winter frisch vom Feld erhältlich, da Frost ihnen nichts ausmacht. Auch späte Rotkohlsorten werden bis in den Winter hinein geerntet. Die Köpfe halten sich kühl gelagert sogar mehrere Monate. Dazu sollte die Schnittfläche mit Plastikfolie abgedeckt werden. Auch Weißkohl kann so gut im Kühlschrank gelagert werden.

Durch kurze Wege und seine Kälteresistenz verbraucht Kohl sehr viel weniger Energie in Anbau und Transport als Tomaten, Zucchini oder Paprika. Zudem ist er ausgesprochen reich an Vitaminen und wichtigen Nährstoffen. Vor allem Grünkohl und Rosenkohl stärken mit 105 und 112 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm hervorragend die Abwehrkräfte. Sie gehören zu den Vitamin-C-reichsten Gemüsesorten. Viele Kohlsorten liefern auch weitere wichtige Nährstoffe wie Eisen oder Kalium.

Kohl schmeckt nicht nur als frisches Gemüse. Er lässt sich auch auf verschiedene Arten haltbar machen. Eine weit verbreitete Form dazu ist die Milchsäuregärung. Durch sie wird Weißkohl zu Sauerkraut. Aber auch andere Kohlsorten wie Rotkohl oder Blumenkohl sind für diese Form des Einlegens geeignet. Besonders wichtig ist, dass die Gärung unter Luftabschluss stattfindet, das Gemüse also mit Flüssigkeit bedeckt und das Gärgefäß gut verschlossen ist.

Grünkohl, Rotkohl und Rosenkohl lassen sich zudem gut einfrieren. Dazu sollte das Gemüse vor dem Einfrieren geputzt und kurz blanchiert, also wenige Minuten in heißes Wasser getaucht werden.

 

 

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