Die RWN-Medienschule


Konkurrenz fürs Papier

61 Prozent der Deutschen lesen regelmäßig Bücher, nur jeder Achte liest nie. Dies hat jetzt eine aktuelle repräsentative Studie herausgefunden. Das klassische Papierbuch bekommt allerdings immer stärkere Konkurrenz  – durch E-Books und Hörbücher.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Buch nicht tot. Sechs von zehn Deutschen schmökern regelmäßig, nur eine Minderheit von 13 Prozent liest überhaupt nicht. Allerdings ist ein Abwärtstrend zu erkennen: Je jünger die befragte Person, desto geringer ist die Lust aufs Lesen.

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes Splendid Research. Auch ein klares Einkommensgefälle zeigt die Studie: Während über die Hälfte der Geringverdiener selten oder nie zum Buch greift, trifft dies nur auf ein knappes Drittel der Personen in Einkommensklassen ab 4000 Euro zu.

Am beliebtesten sind Krimis, für die sich 50 Prozent der Leser begeistern können, gefolgt vom Thriller. Auf Platz drei folgt mit 32 Prozent der Ratgeber  und damit die beliebteste Sachbuchkategorie der Deutschen. Dahinter offenbaren sich im Ranking Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während Frauen gerne zum Liebes- und zum historischen Roman greifen, stehen bei Männern Sachbücher zu Wissenschaft und Technik sowie zu Politik und Zeitgeschichte an vierter und fünfter Stelle.

Das Papierbuch bekommt dabei zunehmend Konkurrenz durch E-Books und Hörbücher. Neun von zehn Lesern nutzen zwar nach wie vor das klassische Druckerzeugnis, allerdings laden sich auch zwei von fünf Bücherfans E-Books herunter und fast jeder Vierte spielt Hörbücher ab.

Laut einer weiteren Studie im Auftrag des Technologieverbands Bitkom werde an E-Books besonders die ständige Verfügbarkeit, das geringe Gewicht der Reader und die Tatsache, dass elektronische Bücher keinen Platz im Regal beanspruchen, geschätzt. Auch das diskrete Lesevergnügen mit E-Books ist wichtig: Mehr als jeder Fünfte war schon einmal dankbar, dass sein Gegenüber nicht wusste, was er liest.

Hörbücher hingegen entsprächen laut Bitkom-Präsident Achim Berg „den Gewohnheiten und Vorlieben der digitalen Multitasking-Gesellschaft, mehrere Dinge nebeneinander zu tun. So konsumieren viele  Hörbücher etwa beim Autofahren oder beim Sport. Auch bekannte Sprecher würden sich positiv auf die Kaufbereitschaft auswirken. (ct)

 

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