Kulinarische Weihnacht in Europa

Während in Deutschland heutzutage am Heiligabend bevorzugt Würstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch kommen, ist es an den Weihnachtsfeiertagen Geflügel wie Ente oder Gans. Die Redaktion hat einen Blick auf die traditionellen Weihnachtsgerichte im übrigen Europa geworfen.

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In Großbritannien kommt am 25. Dezember gefüllter Truthahn, auch „Gregor“ genannt, auf den Tisch.
Bild: VisitBritain

In Frankreich bildet das Réveillon, das traditionelle Weihnachtsmenü, den Höhepunkt des Heiligabends. Das meist mehrstündige Essen beginnt mit Leckereien wie Austern, Lachs, Foie gras oder auch glasierten Maronen. Daran schließt in aller Regel eine Pute mit Maronen-Farce, ein mit saftigen Pflaumen gefüllter Kapaun oder eine Ente à l’orange an.

Den Abschluss bildet die „Bûche de Noël“, die auf keiner festlichen Weihnachtstafel fehlen darf. Die mit Buttercreme gefüllte Biskuitrolle ist einem Holzscheit nachempfunden. Früher ließ man in den kalten Nächten zwischen Weihnachten und Neujahr einen mit Wein, Milch oder Honig geweihten und später auch mit Nüssen, Trockenfrüchten und Maronen dekorierten Holzscheit im Kamin verglimmen und streute dessen Asche im Anschluss auf die Felder. Man erhoffte sich davon fruchtbaren Boden sowie Schutz gegen Blitze und Hexenzauber.

Auch in Spanien fällt das Essen am Heiligabend recht üppig aus. Normalerweise beginnt das Menü mit verschiedenen Häppchen, die kalt oder warm serviert werden können. Im Anschluss daran werden der erste und zweite Gang gereicht. Einige der beliebtesten Gerichte sind Truthahn, Lamm, Rotkohl, Meerbrasse, Austern, Glasaale und Schinken. Der Nachtisch wird vor allem aus Mandeln, Honig, Zucker, Schokolade und Früchten hergestellt. Star der Weihnachtszeit ist der Turrón, ein Mandelgebäck, von dem es viele verschiedene Arten gibt.

In Dänemark kommt am Juleaften, dem Heiligabend, das Julemad auf den Tisch. Das Weihnachtsessen besteht typischerweise aus Gans, Ente, Pute oder Schweinebraten. Dazu werden Rotkohl und braune Kartoffeln, in der Pfanne in Zucker angebraten, serviert. Als Nachtisch gibt es Ris á l’ amande, Milchreis mit Sahne und Kirschsoße, in dem eine ganze Mandel versteckt ist. Wer sie findet, bekommt ein kleines Geschenk, etwa ein Marzipanschwein.

Auch in Tschechien trifft sich die ganze Familie am 24. Dezember zu einem feierlichen Abendessen. Es setzt den Schlusspunkt des tschechischen Brauchs, demnach den ganzen Tag lang gefastet wird. Auf dem Festtagstisch nicht fehlen sollte Karpfen, paniert oder gebacken. In alten Zeiten aber überwogen eher Hülsenfrüchte oder Trockenobst.

Das traditionelle Weihnachtsessen der Briten, das im Anschluss an die Bescherung am Morgen des 25. Dezembers stattfindet, besteht aus gebackenen Kartoffeln und gefülltem Truthahn, auch „Gregor“ genannt. Dazu gibt es diverse Beilagen wie Cranberries, Rosenkohl und Pastinaken. Zum Nachtisch wird Plum pudding, auch Christmas pudding genannt, serviert.

 

 

 

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