Sanierung im Zeitplan


Kurhaus kommt in Form

Das neue Dach des Bad Honnefer Kurhauses, noch unter dem Wetterschutzdach, ist fast fertig gedeckt.
Bild: Stadt

Die Sanierung des Bad Honnefer Kurhauses ist im Zeitplan: Ende Oktober wird das große Wetterschutzdach, das derzeit noch über dem Kurhaus thront, abgebaut. Durch die Konstruktion konnte das eigentliche Dach des Kurhauses komplett entfernt werden. Die empfindliche, denkmalgeschützte Stuckdecke darunter und die historische Bemalung der Wände waren vor Regen geschützt. Der große Baukran wird Anfang Dezember entfernt. Auf der Baustelle und hinter der großen Plane hat sich bereits viel ereignet und nach wie vor wird mit viel Energie weitergearbeitet, damit nach Karneval wie geplant eröffnet werden und der Kursaal für Feste und Veranstaltungen wieder genutzt werden kann.

Die Stahlkonstruktion, die Dach und Mauerwerk stützt, ist fertig. Die alten Lüftungsschächte, die ehedem durch tragende Teile des Hauses geführt worden waren, sind zugemauert und das Haus ist wieder stabil. Die Wärmedämmung auf dem Dachboden wird dafür sorgen, dass eine konstante Temperatur gewährleistet ist und so auch die Stuckdecke durch Temperaturschwankungen nicht leidet. Die Räume für die Toiletten im Keller werden derzeit hergerichtet. Der Schacht für den vergrößerten Lastenaufzug, mit dem auch Tische und Stühle transportiert werden können, ist fertig. Der Raum für die Küche des Seniorentreffs ist inklusionsgerecht ebenerdig eingelassen. Die Lüftungskanäle im Boden des Kursaals an der geschlossenen Wand gegenüber der Fensterreihe sind fertig und werden dafür sorgen, dass die Luftzufuhr im Saal gleichmäßig ist und nicht nur die Gäste in der Nähe der Fenster mit Sauerstoff versorgt sein werden.

Die Restauratoren sind innen und außen am Werk. Die Verzierungen der historischen Lüftungsauslässe, die Abdeckungen vor den Luftdurchlässen in der Decke, glänzen wieder wie riesige grüne Edelsteine. Die Stuckkassetten an den Rundbögen werden derzeit gesäubert und zum Teil erneuert. Die Jugendstilelemente mit dekorativ geschwungenen Linien werden sorgfältig gereinigt und bemalt. Die historischen Fenster werden fachmännisch neu gestrichen.

Die technischen Gewerke für Heizung und Lüftung bringen derzeit ihre Arbeiten nach und nach zum Abschluss, damit mit dem Innenausbau begonnen werden kann.

Für die Leuchter des Kursaales wurde ein altes Foto zu Rate gezogen. Sie sollen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz den Originalen vom Anfang des 20. Jahrhunderts so nahe wie möglich kommen und werden dem heutigen Standard angepasst. Durch Led-Technik wird der Stromverbrauch niedrig sein. Ziel ist es, auch die Decke anzustrahlen, schließlich ist sie sehenswert. Die Aufhängung der alten Kugelleuchter, die vor der Sanierungsmaßnahme den Kursaal geschmückt hatten und unter denen viel gefeiert worden war, sei übrigens „waghalsig“ gewesen, sagt Frank Beckmann vom Gebäudemanagement der Stadt Bad Honnef.

Das Dach ist fast fertig gedeckt. Der Anblick des eingehüllten Kurhauses ist bald Geschichte. Die Mitarbeiter des Technischen Gebäudemanagements der Stadt Bad Honnef, Frank Beckmann und Jörg Sudmann, sind zufrieden, dass die Zusammenarbeit mit Architekt Michael C. Deisenroth und den am Ende 32 Gewerken so reibungslos klappt.

 

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