Kommunale Kita Unkel

 

Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Achtzehn „Wackelzähne“, Vorschulkinder der kommunalen Kita Unkel, bewiesen zum wiederholten Male ihren Forschergeist. Als Forscher und Weltentdecker waren sie bei ihrem Abschlussausflug am vergangenen Wochenende in Unkel und der erweiterten Region in Rheinland-Pfalz unterwegs. 

Unkeler Wackelzähne bei der Gewässergütebestimmung des Alwiesbaches
Bilder: Stadt

Für ihre Forscher-Abschluss-Arbeit mit den Vorschulkindern der Kita Unkel, suchten sich die Erzieherinnen Iris Scharte und Petra Adenauer-Dorst, in diesem Jahr erstmalig tatkräftige Unterstützung bei der Bad Honnef AG, Trinkwasserversorger für die Verbandsgemeinden Unkel, Rheinbreitbach und die Stadt Bad Honnef. Die Idee für ein gemeinsames Abschlussprojekt entstand im Rahmen der Fortbildung „Wasser ist Leben“ der Bad Honnef AG und des Abwasserwerkes der Stadt Bad Honnef, an der die Erzieherinnen erst vor kurzem teilgenommen hatten.

So kam es, dass Maria-Elisabeth Loevenich, auf Einladung der kommunalen Kita Unkel und im Auftrag der Bad Honnef AG bei sonnigem Sommerwetter, den Abschlussausflug der Unkeler Wackelzähne durch einen Wasserworkshop mit Gewässergütebestimmung bereicherte.

Die Kita Unkel orientiert ihre Bildungsarbeit an der Philosophie der Reggio-Pädagogik. Diese ist wie die Bildung für nachhaltige Entwicklung am situativen Lernansatz orientiert und regt Lernprozesse in der Umgebung als Lernfeld und im realen Handeln an.

Pünktlich nach der Mittagspause trafen sich Kinder und Erzieher an der Waldhütte des nahe gelegenen Alwiesbaches. Mit Vergleichswasserproben, Mini-Wasser-Laboren, Kechern, Lupenbechern und Eimern ausgerüstet erreichte Loevenich die wissbegierige und hochmotivierte Kinderschar, die sich den kleinen Wasserlebewesen gegenüber wie unumstößliche Riesen fühlten. Immer wieder hallten zählende und staunende Kinderstimmen durch den Wald, die den vorbeigehenden Wanderern ein freundliches Lächeln entlockten.

Martin entdeckte Wasserflohkrebse und Waldgeistchen und konnte es kaum glauben, dass der kleine Wurm in einer der Wasserproben des Alwiesbaches Dreieckskopfstrudelwurm hieß und gleich an mehreren Stellen von Kindern ausfindig gemacht wurde.

Lernen mit Kopf, Herz und Hand wurde auch bei der Diskussion um die Forscherarbeit an sich deutlich. Während Elia sich noch mit den Merkmalen und Unterschieden zwischen einem Mistkäfer und einem Bach-Taumelkäfer beschäftigte, überlegten einige der kleinen Nachwuchsforscher schon an einer Strategie für ein Bachwasseraquarium im Kindergarten. Erst nach mehreren Anläufen zu schlüssigen Erläuterungen gelang es Loevenich die Kinder davon zu überzeugen, den kleinen Wasserlebewesen, nach eingehender Beobachtung, die Freiheit in ihrem ursprünglichen Lebensraum Bach zurück zu geben.

„Nichts geht auf dieser Welt, wenn ihr das Wasser fehlt!“, so lautete das Fazit des hochinteressanten Nachmittages, bei dem kaum ein Fuß trocken blieb, was bei mehr als 30 Grad Lufttemperatur sehr zum allgemeinen Wohlbefinden beitrug.

Die Erzieherinnen bedanken sich bei der Bad Honnef AG für ihre Bildungspartnerschaft und greifen in Zukunft gerne noch einmal auf das nachhaltige Lernangebot des regionalen Trinkwasser- und Energieversorgers zurück. Den diesjährigen Vorschulkindern wünschen alle Beteiligten eine gute Entwicklung und viele motivierte Menschen, die sie bei ihren Aktivitäten zur nachhaltigen Zukunftsgestaltung unterstützen.

 

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