Restaurantschiff „Alte Liebe“ in Königswinter


Liebesschlösser an der Reling

Als Ort für neue Liebesschlösser kann man sich wohl kaum einen besseren Platz in der Region vorstellen, als die Anlegerbrücke „Alte Liebe“ in Königswinter. Unter neuer Leitung hat das kleine Restaurantschiff im Schatten des Drachenfels auch ansonsten viel Neues für seine Gäste parat.

Markus Müller und Waldemar Kaufmann (links) führen das Restaurantschiff „Alte Liebe“ in Königswinter.
Bild: privat

Es ist wie im richtigen Leben: Die „Alte Liebe“ hat eine bewegte Geschichte hinter sich, ehe sich das ehemalige Fährschiff vor der Promenade von Königswinter seinen festen Liegeplatz gesucht hat. Mit der Geschichte werben auch die neuen Betreiber: „Ab 1934 wurde sie unter dem Namen ‚Quertreiber‘ oder auch ‚Andernacher Pont‘ oder ‚et Poentche‘ als Fähre zwischen Andernach und Leutesdorf eingesetzt. Ihr erster Antrieb bestand aus einer 95 PS Dampfmaschine.“

Und natürlich ging auch der Krieg nicht an dem Schiff vorbei: 1945 wurde es sogar noch kurz vor Kriegsende von amerikanischen Artilleriegeschossen versenkt.

Gehoben und wieder repariert erfolgten die nächsten Einsätze wieder als Fähre, zunächst in Koblenz, später dann in Andernach. Auch als Fahrgastschiff kam das Wasserfahrzeug nach Umbauten zum Einsatz. Da war der nächste Schritt eigentlich schon logisch: die Alte Liebe wurde ein Restaurantschiff.

Unzählige Paare haben sich seitdem an Deck der „Alten Liebe“ tief in die Augen geschaut, einige sogar das Unterdeck als Standesamt genutzt um sich das berühmte Jawort zu geben. Da war es für Markus Müller aus Asbach und seinen Partner Waldemar Kaufmann aus Remagen ein wichtiger Schritt, Teile der Reling für die Liebesschlösser vorzubereiten. Verliebt hat sich der Asbacher nach eigenen Worten auch selbst in die „Alte Liebe“.

Die Speisekarte, darauf legt Geschäftsführer Kaufmann großen Wert, ist „gut bürgerlich“ ausgerichtet. Während in den Wintermonaten der gastronomische Betrieb auf Samstag und Sonntag (oder nach Gruppenanmeldungen) beschränkt bleibt, geht es ab März wieder in die Vollen. Dann warten mehr als 80 Plätze am Oberdeck auf sonnenhungrige Gäste, während unter Deck 50 wetterfeste Plätze auch an anderen Tagen ihren Reiz haben.  (fu)

 

 

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