Maximilian zeigt auch mal die Rote Karte

Maximilian Sprau ist Fußballfan. Seit rund sieben Jahren schon spielt der 14-Jährige beim TuS Asbach Fußball, jetzt erweiterte er sogar noch sein Engagement rund um seinen Lieblingssport. „Ich wollte selbst auch gerne Verantwortung übernehmen“, sagt der Schüler und meldete sich kurzerhand zur Schiedsrichter-Ausbildung an.

Schiedsrichter Maximilian Sprau

Schiedsrichter Maximilian Sprau
Bild: Presseagentur Funk

An drei Wochenenden setzte sich Maximilian Sprau mit dem Regelwerk auseinander und schloss die Ausbildung schließlich mit einer Prüfung ab. „Am Anfang war es schon etwas ungewohnt, eine andere Rolle auf dem Platz einzunehmen, doch man gewöhnt sich recht schnell daran“, sagt Maximilian.

Rund 15 Spiele hat der Junge nun schon als Unparteiischer geleitet. Damit erst keine Diskussionen auf dem Platz und am Spielfeldrand aufkommen, achtet er von der ersten Minute an streng darauf, dass sich alle an die Spielregeln halten. Maximilian weiß, dass gerade oft der Schiedsrichter in der Kritik steht, doch das sieht er relativ gelassen. „Wenn Menschen am Rande des Spielfeldes meckern, geschieht dies meist im Eifer des Gefechts. Das darf man nicht alles persönlich nehmen“, sagt er.

Seitdem der Schüler Schiedsrichter ist, sieht er das ganze Geschehen auf dem Fußballplatz auch mit anderen Augen, als er es sonst als Spieler erlebt hatte. Und auch die Entscheidungen seiner Schiedsrichter-Kollegen nimmt er nun ganz anderes wahr.

In seiner Altersklasse darf Maximilian Sprau Jugendspiele bis zur C-Jugend in der Leistungsklasse und Testspiele bis zur B-Jugend in der Bezirksliga leiten. „Mir macht es sehr viel Spaß“, sagt der junge Sportler. Die Entscheidung, Schiedsrichter zu werden, hat er nicht bereut.

Übrigens: Maximilian befindet sich in guter Gesellschaft mit bundesweit rund 74.700 Unparteiischen, die Woche für Woche im Einsatz sind. Etwa 13.600 davon sind sind wie Maximilian unter 18 Jahren. Außerdem gibt es rund  2600 weibliche Schiedsrichter.

Jung-Schiedsrichter Maximilian Sprau: „Das darf man nicht alles persönlich nehmen.“

 

 

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