Apps und Download-Formulare sparen den Bürgern Zeit


Amtsschimmel auf der Datenautobahn

Ein Blick ins RWN-Gebiet zeigt, dass die Digitalisierung vielerorts ein Thema ist und die Städte und (Verbands-)Gemeinden bemüht sind, den Bürgern durch digitale Angebote Behördengänge zu ersparen und den Alltag zu erleichtern.

Am Parkscheinautomaten entfällt dank digitaler Unterstützung neuerdings die Kleingeldsuche.
Bild: Stadt Bad Honnef

Die Stadt Bad Honnef bietet seit Kurzem einen Service an, der den Parkscheinkauf vereinfacht: Für die von der Stadt mit Parkscheinautomat bewirtschafteten öffentlichen Parkplätze kann das Parkticket nun bargeldlos per Smartphone entweder per SMS oder über die App „travipay“ gelöst und bezahlt werden. Umwege zum Automaten und die Suche nach passendem Kleingeld fallen so weg. Zudem kann der Parkvorgang unabhängig vom Aufenthaltsort des Autofahrers bis zur Höchstparkdauer verlängert werden.

„Der Parkscheinkauf per Smartphone ist ein moderner und komfortabler Service für die Bürger sowie Gäste unserer Stadt“, so Cigdem Bern, die Erste Beigeordnete. „Damit erzielen wir eine bürger- und kundenfreundliche Verbesserung des Parkangebots, insbesondere eine flexible Parkdauer“. Die Stadt Hennef bietet Autofahrern bereits seit 2014 die Möglichkeit, Parkgebühren digital zu bezahlen – per SMS oder mit der App „EasyPark“.

Im Rhein-Sieg-Kreis ist zudem zu Anfang dieses Jahres das „Virtuelle Kreishaus“ gestartet, in dem mehr als tausend Dienstleistungen für die Bürger gebündelt worden sind. Durch eine einfache Schlagwortsuche kommt man zum gewünschten Ergebnis.

Auf der Webseite der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach stehen zumindest alle wichtigen Antragsformulare zum Download bereit. Die meisten Formulare können bequem am PC ausgefüllt werden. Bei verschiedenen Anträgen ist jedoch eine persönliche Vorsprache erforderlich beziehungsweise gesetzlich vorgeschrieben.

Auch im Rahmen des Projektes „Wir sind Kirchspiel Anhausen“, bei dem es um die Realisierung quartiersbezogener Wohn- und Dienstleistungen für Senioren im Kirchspiel geht, möchte man die wachsenden digitalen Möglichkeiten für das Zusammenleben auf dem Land nutzen. Ziel ist es, Gemeinschaft, Nachbarschaft, lebenspraktische Hilfen, gerade im Alter, einzuleiten, zu begleiten und damit sinnvoll zu unterstützen.

In dem Teilprojekt „Land.digital“ wurde in der Ortsgemeinde Anhausen bereits die Nutzung der lokalen und privaten Nachbarschaftsplattform nebenan.de eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Art digitales „Schwarzes Brett“, das laut Projektleiter Peter Schwarz in Anhausen mittlerweile von 150 Bürgern genutzt wird.

Mit www.marktplatz-kirchspiel-anhausen.de wurde zudem eine Onlineplattform entwickelt, die es Handel, Gewerbe und Dienstleistern aber auch Kirchen und Vereinen im Kirchspiel ermöglicht, für die eigenen Angebote in einem Gesamtüberblick zu werben. In Zukunft soll es hier möglich sein, als Kunde über einen virtuellen Marktplatz zu gehen.

Auswirkung auf Verbandsgemeinden

Die Verbandsgemeinde Unkel hat sich Ende Mai mit den Verbandsgemeinden Linz und Bad Hönningen für die lokale Digital-Werkstatt „Kommunale Digitalstrategie“ angemeldet. Der von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz angebotene Workshop findet im November in Unkel statt. „Im landesweiten kostenlosen Kooperationsprojekt wird dargestellt, wie sich die Digitalisierung auf unsere Verbandsgemeinden auswirkt.

An der Werkstatt können bis zu 30 lokale Experten aus den drei Verbandsgemeinden teilnehmen, um eine gemeinsame und machbare Digitalstrategie aufzustellen“, erklärt Jörg Harperath von der Verbandsgemeindeverwaltung Unkel. Das Ergebnis sei „ein konkretes Handlungspapier, mit dem lokale Politik und Verwaltung, Unternehmen sowie Bürger in den nächsten zwei Jahren ihre Kommune digital fit machen können.“ (eg)

 

 

 

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