Museale Einrichtungen im RWN-Gebiet

 

Museen würdigen große Persönlichkeiten

Was haben Konrad Adenauer, Elvis Presley, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Willy Brandt gemeinsam? Allen vieren wurden museale Einrichtungen im RWN-Gebiet gewidmet, die über ihr Leben und Wirken informieren.

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Zu den Exponaten im Elvis Museum von Jonny Winters gehört auch ein Stück Teppichboden aus Presleys Villa.
Bild: Ingo Eisner

Nach Konrad Adenauers Tod in seinem Wohnhaus in Bad Honnef-Rhöndorf 1967, wurden bereits 1970 die ersten Besucher durch seinen Rosengarten in einige Räume geführt. Wenig später kam ein Neubau hinzu, in dem 1975 die Dauerausstellung „Konrad Adenauer – Dokumente aus vier Epochen deutscher Geschichte“ eröffnet wurde. Diese ist zurzeit wegen Sanierung und Umbau geschlossen. Besichtigt werden kann das Wohnhaus, in dem der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 30 Jahre gelebt hat und dessen Einrichtung seit seinem Tod nahezu unverändert geblieben ist. Während man im Erdgeschoss unter anderem Einblick in Wohn- und Esszimmer erhält, ist das Obergeschoss nur von außen einsehbar.

Ebenfalls museal genutzt wird heute das etwa 230 Jahre alte Raiffeisenhaus in Flammersfeld. Von 1848 bis 1852 wirkte dort der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen als Bürgermeister. Das Raiffeisenhaus zeigt, wie zu seiner Zeit gelebt und gearbeitet wurde. Raiffeisens Idee der Hilfe zur Selbsthilfe löste eine weltweite Bewegung aus. 1864 gründete er den Heddesdorfer Darlehnskassenverein, der Beispiel für viele Genossenschaftsbanken wurde. Über Leben und Werk von Raiffeisen informiert seit März 2000 auch sein Geburtshaus in Hamm an der Sieg, das die „Heimatfreunde im Hammer Land“ als Museum zu seinem Gedenken eingerichtet haben.

Auf den Spuren von Brandt und Presley

Ein Ehrenamtsprojekt einer Bürgerstiftung ist das Willy-Brandt-Forum in der Unkeler Altstadt. Das zeitgeschichtliche Museum erinnert seit März 2011 an den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt, der von 1979 bis 1992 in dem Rheinort lebte. Die Ausstellung dokumentiert Stationen seines politischen Werdegangs und gewährt Einblicke in das weniger bekannte Leben als Bürger der Stadt Unkel. Präsentiert werden unter anderem Objekte und Fotografien sowie eine Fülle originaler Film- und Tondokumente. Herzstück des Hauses ist das Unkeler Arbeitszimmer des Politikers, das originalgetreu rekonstruiert wurde.

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Am Schreibtisch des Pavillons in seinem Garten in Rhöndorf verfasste Konrad Adenauer seine „Erinnerungen“.
Bild: StBKAH

Erst seit dem 16. August 2014 geöffnet ist das Elvis Museum in Kircheib-Neuenhof. Im Hause des Elvis-Imitators Jonny Winters‘ war im Laufe der Zeit eine so große private Elvis Presley-Sammlung zusammengekommen, dass er beschloss, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu sehen gibt es Originale aus den 50er und 60er Jahren, Elvis-Raritäten und Originale aus dessen Besitz. Auch der Frisierplatz der deutschen Kaserne, in der Presley von 1958 bis 1960 regelmäßig frisiert wurde, gehört zur Ausstellung. Zudem erwartet den Besucher eine chronologische Ausstellung seiner Platten. Anlässlich seines 80. Geburtstags am 8. Januar bietet das Elvis Museum vom 8. bis 11. Januar, 17 bis 21 Uhr, Tage der offenen Tür an.

Weitere Informationen zu den Museen gibt es im Internet unter www.adenauerhaus.de, www.raiffeisenmuseum-flammersfeld.de, www.deutsches-raiffeisenmuseum.de, www.willy-brandt-forum.com und www.jonnywinters.de.

 

 

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