Oben ohne, aber nicht zu schnell

Sobald sich die ersten warmen Sonnenstrahlen hervorwagen, sieht man sie in Scharen auf den Straßen: Cabrios. Für die eingefleischten Oben-ohne-Fans kann das Dach nicht schnell genug runter geklappt werden. Damit man den Spaß unbeschwert genießen kann, sollte man aber ein paar Regeln beherzigen.

Cabrio

Wer weiß, worauf es ankommt, wird eine Cabrio-Fahrt gut genießen können.
Bild: Fotolia/nacroba

Vor der Fahrt mit dem Cario kommt der Gang zum Kleiderschrank. Auch wenn der Fahrtwind schnell vergessen lässt, dass die Sonneneinstrahlung schon im Frühjahr enorm ist. Daher sollte man sich mit heller Kleidung, einer Kopfbedeckung und genügend Sonnencreme schützen. Damit die starke Zugluft nicht unangenehm wird, sollte man zudem eine Jacke mit Kragen und einen leichten Schal tragen. Auch die Augen brauchen Schutz, um Entzündungen vorzubeugen. Eine Sonnenbrille mit gutem Abschluss an den Seiten ist daher ein Muss.

Für Mitreisende auf dem Rücksitz kann es richtig unangenehm werden. Neuere Cabrio-Modelle verfügen zwar über Sitzheizungen. Mit Kindern auf den hinteren Plätzen sollte man aber zur Sicherheit geschlossen fahren.

Liebhaber schneller Autos, die dann auch noch Cabrios sind, sollten ihren Bleifuß zügeln. Rasen ist nicht nur gefährlich, im Cabrio wird es obendrein ziemlich ungemütlich. Die Schalldämmung ist meist miserabel und das Verdeck muss bei hohen Geschwindigkeiten oben bleiben. Deshalb fährt es sich besser auf Landstraßen, wo man das Fahrzeug genussvoll durch die Szenerie gleiten lässt. Ein Vorteil: So reduziert sich auch der Kraftstoff-Verbrauch.

Aber noch einmal zurück zum Lärm. Wissenschaftler der Saint Louis University School of Medicine haben herausgefunden, dass Cabrio fahren das Gehör schädigen kann. In der Studie testete das Team rund um Dr. Anthony Mikulec fünf Cabriolets, darunter unter anderem den Nissan 350 Z, den Saab Aero und den Porsche 911 auf ihren Lärmpegel bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das Ergebnis: Schon bei rund 80 km/h sind Cabrio-Fahrer mit offenem Verdeck einem Geräuschpegel ausgesetzt, der mehr als 85 Dezibel entspricht und demnach die Grenze eines gesundheitlich unbedenklichen Lärmpegels überschreitet. Wer schneller als 120 Stundenkilometer oben ohne fährt, ist in etwa dem gleichen Lärm ausgesetzt, den eine Polizeisirene in einem Meter Entfernung verursacht.

Cabrio fahren macht Spaß – keine Frage. Aber nicht für jede Fahrstrecke ist ein offenes Dach die richtige Variante.

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