Umrüstung der Straßenbeleuchtung verspricht hohe (Energie-)Einsparungen

 

Raus aus dem LED-Schatten

Straßenbeleuchtung in Erpel
Bild: Presseagentur Funk

Die Zahlen überraschen: Bis zu 50 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs geht in kleineren Gemeinden auf das Konto der Straßenbeleuchtung. Das jedenfalls hat die Energieagentur Rheinland-Pfalz festgestellt und plädiert immer wieder für das Umrüsten auf LED-Beleuchtung. Die Verbandsgemeinde Hachenburg ist davon bereits überzeugt, hat annähernd 90 Prozent der Straßenleuchten auf LED umgestellt. Aber noch immer gibt es Gemeinden an Rhein und Wied, die noch „Licht und Geld vergeuden“, wie es ein Umweltschützer unlängst formulierte.

In Unkel wird nach einem Antrag der CDU-Stadtratsfraktion die Umstellung auf LED im gesamten Stadtgebiet in einem Rutsch vorbereitet. Damit wurde die bisherige Planung einer schrittweisen Umstellung aufgehoben: Sonst würde es schließlich noch Jahre dauern, argumentierte die Union.

Licht lässt sich auch leasen

Ein Beispiel aus Rheinbrohl könnte auch in Unkel Schule machen. In Rheinbrohl haben die Verantwortlichen das Angebot eines Herstellers genutzt und sozusagen Licht per Leasing geordert. Besonderer Pluspunkt dabei: Das Contracting-Verfahren hat es mit sich gebracht, dass die alten Masten allesamt stehen bleiben konnten, auch neuer Leitungsbau war demnach nicht erforderlich, die Gemeinde hat sofort mit dem (Energie-)Sparen angefangen.

Gute Erfahrungen mit der Umstellung macht schon seit einiger Zeit der Kreis Altenkirchen. Hier hat man sehr früh damit begonnen, das gesamt Netz umzustellen.

In der Modellregion Hachenburg sind inzwischen bereits rund 90 Prozent der Straßenleuchten umgestellt. Jährlich werde dadurch rund 60 Prozent weniger Energie verbraucht, so lautet die Erfolgsmeldung aus dem Westerwald. Immerhin: Die Einsparung entspricht demnach einer vermiedenen CO2-Emission von annähernd 300 Tonnen.

Im Gebiet der Verbandsgemeinde Linz sind es nach Auskunft eines Verwaltungssprechers bereits ein Drittel aller Straßenlaternen, die mit neuer LED-Technologie strahlen. Die Umstellung Zug um Zug hat dabei aber noch einen besonderen Vorteil: So kommt wenigstens immer die aktuellste Technik zum Zuge.

Auch wenn es Jahre nach der Ersteinführung noch immer Kommunen in der Region gibt, die im LED-Schatten leben, es gibt auch schon weitere Meilensteine zu beleuchten: Neustadt/Wied wird beispielsweise als Referenzgemeinde für die Nutzung solarbetriebener Wegebeleuchtung genannt. (fu)