RHD2 – für viele Kaninchen ein Todesurteil

Seuchenhaft und in nie da gewesener Form verbreitet sich ein Virus über ganz Deutschland und bringt vielen Kaninchen den Tod. Ganze Bestände werden ausgelöscht. Anfangs hatte man keine Erklärung für den plötzlichen Tod der Kaninchen, denn die Tiere haben kaum oder gar keine Krankheitssymptome und versterben innerhalb weniger Stunden. Inzwischen hat die Seuche einen Namen: RHD2. Sie ist eine mutierte Form der Chinaseuche.

Wer lange Freude an seinem Kaninchen haben möchte, sollte es unbedingt impfen lassen.
Bild: Verein

Wer steckt sich an?
Die Übertragungsmöglichkeiten sind vielfältig: Übertragen wird RHD2 durch direkten Kontakt zu kranken Tieren. Doch auch Tiere, die den Virus überlebt haben, können ihn weitergeben. Wildkaninchen und Feldhasen sind ebenfalls mögliche Überträger.

Sind im Haus gehaltene Kaninchen nicht gefährdet?
Leider ja. Übertragen wird das Virus nämlich auch indirekt durch Stechmücken und Fliegen oder kontaminierte Gegenstände. Wer beispielsweise mit Schuhen oder Kleidung draußen in Berührung mit Körperausscheidungen infizierten Wildkaninchen/Feldhasen kommt, kann seine Tiere im Haus so anstecken. Auch das Grün-Futter und Heu, das Sie Ihrem Tier zu fressen geben, kann kontaminiert sein. Der Mensch und andere Tiere können sich mit dem Virus nicht infizieren, sie sind immun.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung dauert es in der Regel nur ein bis drei Tage (Inkubationszeit). Bei RHD treten aber teils auch noch Todesfälle bis zu drei Wochen nach der ersten Infektion auf. Der Virus überlebt ohne Wirt sieben Monate, er tritt im Sommer wie Winter auf.

Die Seuche ist nicht meldepflichtig, daher ist die Zahl der verendeten Tiere sicher noch sehr viel höher als bekannt. Immer mehr Kaninchenbesitzer lassen ihre verendeten Tiere obduzieren oder einen Teil der Leber untersuchen. So bekommt  an Gewissheit ob das Tier durch RHD2 gestorben ist.

Bevor man sich dann wieder neue Kaninchen anschafft, sollte man sehr gründlich alle Gegenstände desinfizieren oder neu kaufen. Die neuen Kaninchen sollten auf jeden Fall geimpft werden.

Es gibt Hoffnung: Der Impfstoff Filavac (oder Eravac) ist offiziell zugelassen und verfügbar. Tierärzte können den Impfstoff mittlerweile direkt beim Hersteller beziehen. Einige Tierärzte bieten günstige Sammelimpfungen an. Nur mit dieser Impfung kann man seine Kaninchen schützen. Mehr Infos zur Seuche und Kaninchenhaltung allgemein findet man auf der Seite der www.Kaninchenwiese.de.

Alle Kaninchen die über den Tierschutz Siebengebirge vermittelt werden, sind selbstverständlich mit allen nötigen Impfungen versorgt. Die Kaninchen-Pflegestelle, Beate Ditscheid, berät Interessenten gerne in allen Fragen. Kontakt: Email: beate-ditscheid@t-online.de

Weitere Informationen zum Tierschutz Siebengebirge und seine Aktivitäten erhält man auch im Internet auf www.tierschutz-siebengebirge.de und www.facebook.com/TierschutzSiebengebirge.

 

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