Erst prüfen, dann losfahren

 

Sicher auf zwei Rädern unterwegs

Das Auto schadet der Umwelt, der ÖPNV in Corona-Zeiten mitunter der Gesundheit: Das Fahrrad erfuhr so in diesem Jahr eine enorme Aufwertung, die auch jetzt, in der kalten Jahreszeit, anhält. So riet das Bundesarbeitsministerium jüngst dazu, während der zweiten Welle das Zweirad für den Weg zur Arbeit zu nutzen. Um auch bei nasskalter Witterung sicher unterwegs zu sein, sollte man aber ein paar Dinge beachten.

Sicher in der kalten Jahreszeit unterwegs: Auf Reifen, Kette, Bremsen und Licht ist besonders zu achten.
Bild: Manfred Richter

Reifen, Kette, Bremsen, Licht – so lautet grob der Vierklang, auf den Radfahrer jetzt hören sollten. Der Luftdruck im Reifen sollte im Winter möglichst gering sein. Dadurch vergrößert sich die Auflagefläche des Reifens und er hat auf Schnee und Matsch eine bessere Bodenhaftung. Bei der Anpassung ist aber zu beachten, dass der minimale Reifendruck, angegeben auf der Reifenflanke, nicht unterschritten wird. Dabei helfen ein Reifendruckmesser oder eine Luftpumpe mit Manometer.

Salz, Matsch und Wasser setzen im Winter besonders der Kette zu. Damit der Antriebsstrang nicht rostet oder sogar reißt, sollte die Kette im Winter regelmäßig geölt und gereinigt werden. Beim Scheinwerfer ist dagegen darauf zu achten, dass er so eingestellt wird, dass er den Gegenverkehr nicht blendet.

Zu guter Letzt sind die Bremsen zu prüfen. Lässt sich der Bremshebel bis an den Griff heranziehen, ist der Bremszug nachzujustieren oder gegebenenfalls auch der Bremsschuh zu wechseln. Grundsätzlich gilt es im Winter beim Fahren aber, den Untergrund stets im Blick zu halten und die Bremskraft sensibel zu dosieren. Denn auf rutschigen Straßen kann sich der Bremsweg schnell verlängern oder das Rad ins Schlingern geraten.

Ein weiterer nützlicher Tipp ist es, den Sattel im Winter etwas niedriger einzustellen. Der Fahrer erreicht dadurch den Boden schneller mit den Füßen. Das gibt mehr Sicherheit in engen Situationen. (red)

 

 

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