Kinder brauchen weiter Hilfe

 

Silberstreif am Horizont

Kürzlich besuchte Gisela Wirtgen, Vorsitzende der Aktionsgruppe „Kinder in Not“, gemeinsam mit den Mitgliedern Sabine Scholl und Michaela Soost, ihre Hilfsprojekte auf den Philippinen.

Vorschule Inayawan (224)

Gisela Wirtgen beim Besuch der mit Spendenmitteln der Vorteil-Center unterstützten Vorschule in Inayawan.
Bild: Verein

Den Kindern, die auf den Müllkippen in der philippinischen Hafenstadt Cebu City hausen, zu helfen, gehört wohl zu den größten Herausforderungen des Windhagener Vereins. Unter den schlimmsten und menschenunwürdigsten Umständen kämpfen dort rund 5000 Menschen tagtäglich ums Überleben und fristen dort ein klägliches Dasein.

Zwischen den gesundheitsgefährdenden Abfällen der Müllhalden suchen sie nach Essen und wiederverwendbarem Material, welches sie dann für ein paar Pesos verkaufen. Die Einnahmen sind so gering, dass sie nicht einmal für die täglichen Mahlzeiten reichen. Selbst Kinder, oft krank, unterernährt und von Ekzemen überzogen, müssen zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

„Unwillkürlich stellt man sich die Frage: Kann man hier überhaupt noch helfen?“, berichtet Gisela Wirtgen. Dass die Antwort auf diese Frage aber ein hoffnungsvolles „Ja“ ist, zeigte dann der Besuch der vier Vorschulen, die die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ seit rund vier Jahren mit Unterstützung der Spender, auch aus der RWN-Leserschaft, in der Nähe der Müllkippen unterhält.

Von diesen Einrichtungen in Inayawan, Umapad, Bankal und Tapul profitieren rund 600 vier- bis sechsjährige Mädchen und Jungen. Hier werden sie nicht nur auf die Grundschule vorbereitet, sie lernen auch bessere Umgangsformen mit ihren Freunden und ihrer Familie. Um ihren Gesundheitszustand zu verbessern, gibt es täglich eine nahrhafte Mahlzeit und regelmäßige Arztbesuche. Mittlerweile konnten die Lehrer sogar die meisten Eltern überzeugen, ihre Kinder nicht mehr zur Arbeit auf die Müllkippe zu schicken.

„Wir sind überzeugt,“ so Gisela Wirtgen, „dass ein guter Schulbesuch und eine anschließende Berufsausbildung der einzige Weg für die Mädchen und Jungen ist, eines Tages den Elendskreislauf der Armut verlassen zu können.“ Hierbei zu helfen hat sich die Aktionsgruppe „Kinder in Not“ zur Aufgabe gemacht. Wer auch persönlich dazu beitragen möchte, erhält weitere Informationen unter www.kinder-in-not.de oder spendet direkt an das Kinder-in-Not-Spendenkonto (IBAN: DE87574501200012022752, BIC MALADE51NWD, Verwendungszweck: Inayawan).

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.