Wenn Kinder und Künstler das Sagen haben, wird es bunt


So farbenfroh sind Rhein und Westerwald

Dass das RWN-Gebiet vielfältig und bunt ist, war der Redaktion schon immer bewusst. Damit es auch Skeptiker schwarz auf weiß haben – beziehungsweise eben nicht –, hat die RWN eine kleine Auswahl an kunterbunten Eindrücken aus der Region zusammengetragen. Dass Kinder und Kunst dabei eine große Rolle spielen, verwundert nicht.

Am Abend leuchtet das „Lagerfeuer“ nicht nur für die Gäste der Jugendherberge in Leutesdorf.
Bild: Regina Kochs

Vor der 2015 eröffneten, direkt am Rhein gelegenen Jugendherberge Leutesdorf erhebt sich die weithin sichtbare Skulptur „Lagerfeuer” der Kölnerin Regina Kochs. Farbig, feurig und leuchtend markiert sie den Ort. Zum Wettbewerb „Jugendherbergen verbinden und schaffen Gemeinschaft“ wurde das Bild des Lagerfeuers als Metapher für die Gemeinschaft gewählt. Verschieden lange und geschwungene Rundstahlrohre bilden die Form. In leuchtenden Farb­­abstufungen von Gelb bis Rot wird die Farbigkeit des Feuers aufgenommen. In der Dunkelheit verstärkt eine Beleuchtung von unten das Bild.

Kunterbunt lädt der Gartenzaun die Kinder in den Kräutergarten am Apfelweg in Rengsdorf ein.
Bild: Naturregion Sieg

Farbenfroh sind auch die Kletterpyramide auf dem Mehrgenerationenspielplatz im Siegpark im Ortszentrum von Eitorf sowie der Zaun des Kinder-Kräutergartens in der „Dorfwiese“ am Beginn des Apfelweges in Rengsdorf. Die vom Verein „Flora & Fauna“ betriebene Begegnungs- und Aktionsstätte für Kinder und Erwachsene erfreut durch ihre fantasievolle und kreative Gestaltung. Am Kräutergarten startet übrigens auch der mit grünen Zwergenhütchen markierte Zwergenweg für kleine Wanderer.

Auf dem Künstlerweg in Windeck-Herchen trifft man derweil auf einen „bunten Haufen“ von überdimensionierten Buntstiften, die zwischen Baumstämmen stecken. Auf der 5,8 Kilometer langen Wanderstrecke gibt es Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Ortes. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es hier 16 Hotels und Pensionen für Gäste, darunter auch bekannte Maler, Musiker und Komponisten.

Ein farbenfrohes Kunstwerk besonderer Art findet man in Windeck-Herchen. Im Künsterwald stecken überdimensionale Buntstifte in den Bäumen.
Bild: Touristik-Verband Wiedtal

Ein buntes Kunstwerk erschaffen hat auch Tanja Corbach aus Steimel. Beim Betreten der Kita St. Maria Magdalena in Horhausen wird man von einem farbenfrohen Regenbogen aus Mosaik- und Glasbausteinen willkommen geheißen.

Elemente des Lebens werden be-greif-bar

Er ist Teil der „Elemente des Lebens“, einem 2014 realisierten „Kunst am Bau“-Projekt, das schöpferische Motive aufgreift, die sich in den Namen der unterschiedlichen Gruppen widerspiegeln. Das Konzept der Kita legt großen Wert auf lebendige Erfahrungen in und mit der Schöpfung. Corbach war es deshalb wichtig, die Symbole sinnlich, kraftvoll, lebendig und „be-greif-bar“ werden zu lassen.

Marienkindergarten in Unkel: Fröhliche Innenraumgestaltung mit durchgängigem Farbkonzept
Bild: P2

Auch das im Juli 2011 fertiggestellte Erweiterungsgebäude des städtischen Marienkindergartens in Unkel besticht durch eine fröhliche Innenraumgestaltung mit durchgängigem Farbkonzept. Dieses setzt auf ein Spiel mit warmen, hellen Tönen. Durch die Lichtdurchlässigkeit strahlen die Farben und geben den Räumen eine einzigartige Atmosphäre. Das Farbquadrat findet sich immer wieder – mal einzeln, mal im Mosaik. Ein besonderes Highlight ist die farbig gestaltete Glaswand zum Personalraum.

Von Künstlerin Mechthild Wolfs stammt der „Akrobat“ im Treppenhaus der Sporthalle Waldbreitbach. 2011 hat die Wahl-Waldbreitbacherin Wandobjekte für das Foyer und Treppenhaus der neuen Sporthalle gestaltet. Mit ihren Werken möchte Wolf das Können des Einzelnen (Akrobat) und die Kraft der Gemeinschaft (Sportler, die einen Kreis bilden) betonen. Beides werde im Sport geschult, in Verbindung mit Spaß, den sie durch die starke Farbigkeit betonen möchte.

Farbig geht es derzeit auch im „KAT_A“, einem Forum für zeitgenössische Kunst, zu. In dem Bauensemble rund um den historischen Turm in Bad Honnef-Rhöndorf ist bis Mai die Ausstellung „Katharina Grosse und Yves Klein“ zu sehen. Die beiden Künstler definieren die Malerei völlig verschiedenartig und brechen doch gleichermaßen die Grenzen des Mediums auf. Beiden gelingt es mit unterschiedlichen Ansätzen und Erfahrungen, die geistige Vorstellungskraft des Betrachters zu erweitern und die Wahrnehmung von Farbe intensiv erlebbar zu machen. (eg)

 

 

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