So werden die Eier schön bunt

Sie werden gefärbt, bemalt, bunt einwickelt, verziert, schön dekoriert, versteckt, gesucht und am Ende natürlich gegessen: die Ostereier. Manche Exemplare sind so gar so schön, dass man sie gar nicht von ihrer edlen Schale befreien will.

Eierbecher

Das Auge isst bekanntlich mit und so dürften diese Eier wohl besonders köstlich schmecken.
Bild: Brauns-Heitmann

Neben seinem christlich-religiösen Hintergrund hat Ostern vor allem als Familienfest Bedeutung. So ist ein Osterfest ohne bunte Ostereier fast undenkbar. Die Tradition des Färbens hat ihren Ursprung übrigens in mittelalterlichen Fastenregeln: Während dieser Zeit war auch der Verzehr von Eiern untersagt. Um sie haltbar zu machen, wurden sie gekocht und rot gefärbt, damit man sie nach Ende der Fastenzeit von den frischen Eiern unterscheiden konnte.

Im 19. Jahrhundert gesellten sich Gelb, Grün, Blau und Gold dank des Eierfarben-Herstellers Brauns-Heitmann hinzu: Er revolutioniete das Eierfärben mit seinem in Tabletten-Form gepressten Pulver. Seit Generationen schwören Osterhasen auf diesen Klassiker – die Iris-Eierfarben.

Diese fünf strahlenden Farben lassen auch heute noch Kinderaugen leuchten – gleich ob sie in kaltem Wasser angerührt oder als Heißfarbe mit heißem Wasser angegossen oder während dem Kochen eingerührt werden. Wer bei dieser Methode eine gleichmäßige Färbung liebt, gibt dem kochenden Wasser noch einen guten Schuss Essig bei. Grundsätzlich gilt: Eier zum Färben sollten nicht zu frisch sein. Das Legedatum darf durchaus sieben bis zehn Tage zurückliegen.

Dass weiße Eier nach dem Färben kräftiger leuchten, bei braunen Eiern die Farben etwas gedeckter erscheinen, die Farbe umso intensiver wird, je länger die Eier im Färbebad liegen, und gefärbte Eier mehr Leuchtkraft und Glanz erhalten, wenn man sie nach dem Trocknen mit einer Speckschwarte einreibt, wissen routinierte Osterhasen. Sie schrecken die Eier nach dem Kochen auch nicht mit kaltem Wasser ab, weil das die Haltbarkeit auf wenige Tage verkürzt.

Für noch mehr kreativen Spaß sorgen heute verschiedene Techniken wie das Marmorieren, Schütteln, Tupfen und Stempeln. So werden aus einfachen Eiern wahre Kunstwerke. Alles, was man dafür braucht, erhält man in den Vorteil-Centern Asbach und Unkel – auch Aufkleber, Stempel und weitere kleine, originelle Utensilien. Und keine Sorge: Die Eierfarben sind übrigens garantiert lebensmittelecht.

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