Lernspiele verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen

 

So wird das Lernen zum Vergnügen

Alljährlich streiten sich zu Beginn der großen Ferien die Gelehrten, wie der Nachwuchs mit der schulfreien Zeit denn verfahren sollte. Gilt es, die Zeit produktiv zu nutzen, Wissenslücken zu schließen und Defizite aufzuarbeiten? Oder sollten die Ferien einzig der Erholung und dem Vergnügen dienen? Martina Yütük, Spielwaren-Abteilungsleiterin des Vorteil-Centers in Asbach, macht aus dem Entweder-oder einfach ein Sowohl-als-auch.

Spielwaren-Abteilungsleiterin Martina Yütük und Einkaufsleiter Kevin Braatz haben im Vorteil-Center Asbach eine Auswahl empfehlenswerter Lernspiele zusammengestellt.
Bild: H. W. Lamberz

In Corona-Zeiten wird die Frage, ob denn die Ferien zum Lernen genutzt werden sollen, noch ein bisschen intensiver diskutiert. Schließlich können viele Schüler die Anzahl ihrer Schultage seit Mitte März an ihren Händen abzählen. Andererseits wissen Schüler und Eltern aber auch ein Lied von den Tücken des „Homeschoolings“ zu singen. Der Erholungsbedarf dürfte damit bei vielen nicht unbedingt geringer ausfallen als in den Vorjahren.

„Letztlich muss jede Familie natürlich für sich selbst entscheiden, wie sie die Ferienzeit nutzt“, so die Spielwaren-Expertin Martina Yütük. „Mit einigen spannenden Lernspielen aus unserem Sortiment lässt sich allerdings sehr gut das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.“

Insbesondere für die jüngeren Jahrgänge in den Grundschulen gebe es eine große Auswahl an Spielen, die etwa das Zahlenverständnis oder die Lesefähigkeiten steigern und dabei Spaß und Vergnügen bereiten.

Schatzsuche trainiert Ausdrucksfähigkeit

Zu diesen Titeln zählt beispielsweise die „ABC-Insel“ von Ravensburger. „Bei der Schatzsuche auf der ABC-Insel geht es darum Anlaute herauszuhören sowie Buchstaben und Wörter zu verstehen“, so Martina Yütük. Zudem werde auch die Team- und Ausdrucksfähigkeit trainiert. Geeignet sei das Spiel damit vor allem für Erstklässler.

An die richtet sich auch „E wie Elefant“. Mit dem lustigen Buchstaben-Lernspiel lassen sich Sprachentwicklung, Wortschatz und Wahrnehmung fördern. „Wichtig ist bei Lernspielen, dass sie jungen Spielern die Möglichkeit geben, selbst zu kontrollieren, ob sie eine Aufgabe richtig gelöst haben. Bei ‚E wie Elefant‘ wird das etwa über Spielkarten im Puzzle-Stil gelöst: Nur die richtigen Karten passen auch zusammen“, erklärt Spiele-Expertin Martina Yütük.

Konzentration ratzfatz gefördert

Beim Haba-Verlag steht insbesondere die Serie „Ratz Fatz“ für eine gelungene Umsetzung des Konzepts des spielerischen Lernens. So führt etwa „Ratz Fatz Buchstaben“ spielerisch an das ABC heran, fördert die sprachliche Entwicklung und schult Konzentration und Reaktionsfähigkeit.

Gleich fünf verschiedene Spielideen liefert zudem „Ratz Fatz in die Schule“, das kleinen ABC-Schützen helfen soll, bereits erlangtes Wissen auf spielerische Weise zu vertiefen und weiter auszubauen. Kleine Zahlenfüchse von vier bis acht Jahren führt „Ratz Fatz Zahlen“ mit fantasievollen Geschichten, Gedichten und Rätseln spielerisch in die Zahlenwelt von Null bis Zehn ein.

Logisch denken, strategisch vorgehen

Den Zahlenraum bis 20 erobern Sechs- bis Achtjährige mit dem „Rechenkapitän“. Darüber hinaus sind logisches Denken und strategisches Vorgehen gefragt. Das Rechen-Lernspiel stammt aus der Feder von Reiner Knizia, einem bekannten Spieleerfinder, der mit seinen Werken regelmäßig in den Empfehlungslisten des Vereins „Spiel des Jahres“ landet.

Lesen wird zum spannenden Wettlauf

Spaß am Schmökern vermittelt „Die Lese-Ratte“. In diesem spannenden Wettlauf mit der gefräßigen Lese-Ratte tauchen Kinder tief in die Welt der Buchstaben, Wörter und ihrer Aussprache ein. „Es gibt zwei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, damit ist das Spiel auch für Zweit- und Drittklässler noch interessant“, erklärt Abteilungsleiterin Yütük.

Ein ganzer Kosmos voller Experimente

Für ältere Kinder empfiehlt die Spiele-Expertin einen Blick in die große Welt der Experimentierkästen aus dem Hause Kosmos: „Neben den klassischen Sets zu Chemie, Elektronik und Physik erfreuen sich vor allem die Experimentierkästen ‚Kristalle züchten‘, ‚Triops-Welt‘ und ‚Wind-Energie‘ großer Beliebtheit.“ Einsteigersets der Reihe „Mein erster Experimentierkasten“ richten sich auch hier schon an junge Forscher und Entdecker ab fünf Jahren. (ct)