Tag: Marken des Alltags

 

Wieder auf dem richtigen Gleis

Noch vor wenigen Jahren sah es düster aus für jenes Unternehmen, das sich als „ältester Modelleisenbahnhersteller der Welt“ und zugleich als „Weltmarktführer“ bezeichnen darf. Aus bescheidenen Anfängen – man stellte zunächst Puppenküchen her – wuchs die Marke Märklin zum Synonym für Spielzeugeisenbahnen empor, um schließlich fast pleite zu gehen. Inzwischen ist man wieder in der Spur – und auf dem richtigen Gleis.

 

Wie ein Eisenbahner zum Bananenhändler wurde

Allein die Deutschen essen über zehn Kilo Bananen pro Kopf und Jahr – und jede vierte davon ist eine „Chiquita“. Hinter dem Wettbewerber Dole ist die „Chiquita Brands International“ heute der größte Bananenkonzern der Welt.

 

Als vornehme Blässe plötzlich nichts mehr galt

In den 1970er Jahren hieß der Werbeslogan noch: „Delial bräunt ideal!“, doch da eine Sonnencreme bekanntlich nicht bräunt, sondern die Haut vor einem Sonnenbrand schützen soll, wurde er zu „Delial pflegt ideal!“ überarbeitet. Aus heutiger Sicht politisch vollkommen inkorrekt kommt gar eine Werbung aus den frühen 1950ern daher: „Braun wie ein Neger und ohne Sonnenbrand durch Delial!“ Dem Erfolg der Marke hat dieser Fehlgriff aber wohl nicht geschadet.

 

Nakilep, der Tintentitan

In voller Länge lautete der Werbespruch: Drum merkt’s Euch und werdet des Lebens froh: Kauft Pelikanol Euch für Haus und Büro!“ Bei Pelikanol handelte es sich um eine Klebepaste, die 1904 auf den Markt kam und in den folgenden Jahrzehnten der Papierklebstoff war. Heute verbindet man allerdings eher Produkte wie Tinte und Deckfarben mit der Marke Pelikan.

 

Die Mumms: Ewige On-Off-Beziehung

Die Zeremonie ist immer die gleiche: Nach jedem Formel 1-Rennen werden den drei Rennfahrern auf dem Siegertreppchen – nachdem die Hymnen verstummt und die Pokale verteilt sind – riesige Flaschen feinsten Mumm-Champagners gereicht. Dass
dieser denselben Namen trägt wie ein deutscher Sekt, liegt daran, dass beide Marken einen gemeinsamen Ursprung haben.

 

Mit drei Streifen zum Erfolg

Spätestens seit dem Spielfilm „Das Wunder von Bern“ aus dem Jahr 2003 ist die Person Adolf Dassler, genannt Adi, breiteren Bevölkerungsschichten bekannt. Denn bei dem historischen Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 1954 war dieser als Zeugwart mit von der Partie. Der Namensgeber der Firma Adidas stattete die Mannschaft damals mit neuartigen Schraubstollen-Schuhen aus. Doch die Adidas-Geschichte beginnt bereits viel früher.

 

Mit „Barmherzigkeit“ den japanischen Markt erobert

Als das Unternehmen „Precision Optical Industry Co., Ltd. Canon“ am 10. August 1937 in der japanischen Hauptstadt Tokio gegründet wurde, hatte es bereits ein erfolgreiches Produkt auf dem Markt. Denn bereits im Februar des Vorjahres war ein preisgünstiger Leica-Nachbau vorgestellt worden.

 

Ständig unter Strom

Auch wenn sich hinter den PKW-Starterbatterien und den Gerätebatterien für den heimischen Haushalt schon seit einigen Jahren verschiedene Hersteller verbergen – sowohl im Einzelhandel als auch im KFZ-Bedarf trifft man nach wie vor jenes Logo mit dem gelben Dreieck auf blauem Grund an, das noch immer zu den bekanntesten Marken in Deutschland gehört: Varta.

 

Roter Streifen für Schusters Rappen

Der „Bremer Schlüssel“ im Firmenwappen erinnert – wie auch bei „Beck’s“-Bier oder „Hachez“-Schokolade – daran, dass dieses Unternehmen seinen ursprünglichen Sitz in der Freien Hansestadt hatte. Kurz bevor die Lloyd-Schuhfabrik im Dezember 1943 jedoch durch Bombeneinwirkung weitgehend zerstört wurde, hatte man den Maschinenpark ins 50 Kilometer südlich gelegene Sulingen geschafft, wo sich der Hauptsitz noch heute befindet.

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