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Süße Kompositionen und raffinierte Kreationen

Auch Herr Müller oder Herr Meier können eine Confiserie eröffnen – wenn man aber Coppeneur heißt, scheint der Weg zum Erfolg schon vorgezeichnet. Die Confiserie Coppeneur et Compagnon aus Bad Honnef komponiert seit inzwischen über zwei Jahrzehnten raffinierte Kreationen aus Schokolade und Kakao.

No17_ Truffes Katalog No17

Die Coppeneur-Vielfalt lässt sich nicht nur in Bad Honnef, sondern auch in Kanada, Japan und Australien genießen.
Bild: Coppeneur

Bereits im zarten Alter von 17 Jahren trat Oliver Coppeneur, der diesen klangvollen Nachnamen hugenottischen Vorfahren verdankt, seine Ausbildung als Konditor an. Die Liebe zur Schokolade hatte er, was ja nicht ungewöhnlich ist, schon in frühesten Kindertagen entdeckt. Doch im Gegensatz zum Gros der Altersgenossen entwickelte Coppeneur seine Passion – die Leidenschaft für die Haute cuisine – zur Profession weiter.

Stationen in Backstuben, Patisserien und in der Rohstoffentwicklung prägten in Verbindung mit dem Besuch von Abend- und Meisterschule sowie der Teilnahme an internationalen Wettbewerben fortan sein Leben. Im Sommer 1993 gründete der damals 25-Jährige dann zusammen mit einem Freund in Siegburg die Confiserie Coppeneur et Compagnon.

Ursprünglich „nur“ als Lieferant für Bäckereien und Konditoreien angelegt, entwickelten die Partner – mit einfachsten Mitteln ausgestattet – ihre ersten Praliné-Creationen und bauten eine Manufaktur auf. Die unerwartet schnelle Expansion machte 1999 den Umzug nach Bad Honnef erforderlich. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte man bereits 40 Mitarbeiter.

Von Hand verziert

Die Confiserie produziert ihre süßen Kompositionen – seien es Pralinen, Tafel- oder Trinkschokoladen – von A bis Z in Eigenregie. Zunächst werden die angelieferten Kakaobohnen gereinigt, danach in 40-Kilo-Chargen geröstet, dann in Splitter gebrochen und schließlich conchiert – wie das Rühren der Masse im Fachjargon genannt wird. Aus der Kakaomasse entstehen die verschiedenen Erzeugnisse, die zum Teil um Füllungen ergänzt und per Handdekor verziert werden.

Da die beiden bisherigen Standorte – Produktion und Verwaltung waren aufgrund der weiteren Expansion zwischenzeitlich getrennt worden – der positiven Geschäftsentwicklung nicht mehr gewachsen waren, errichtete man im Ortsteil Rottbitze eine gläserne Manufaktur, die nun Schritt für Schritt bezogen werden soll. Besucher sollen hier künftig die Entstehung der Schokokreationen, die auch im hauseigenen Werksverkauf erhältlich sind, beobachten können.

Heute haben die Coppeneur-Spezialitäten, die erst seit 2002 als eigene Markenlinie vertrieben werden, in vielen Teilen der Welt begeisterte Freunde gefunden: Zu den Absatzmärkten gehören beispielsweise Tschechien, Kanada, Japan und Australien. Die raffinierten Kreationen sind aber freilich auch vor Ort, etwa in den Vorteil-Centern Asbach und Unkel, erhältlich.

Inzwischen umfasst das Team von Oliver Coppeneur mehr als 100 festangestellte Mitarbeiter – davon 80 Spezialisten, die im produzierenden Bereich mit viel Liebe zum Detail ihrem höchst filigranen Handwerk nachgehen. Sie alle verfolgen – unterstützt durch modernste Technik – noch immer dasselbe Ziel wie die Gründer vor über zwanzig Jahren: die Schaffung einer kulinarischen Confiserie-Hochkultur.

Getreu dem firmeninternen Motto „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“, das übrigens auch ein gewisser Gottlieb Daimler beherzigte und daraus den Mercedes-Stern entwickelte, beliefert die Confiserie Coppeneur et Compagnon nicht nur ausgewählte regionale, nationale und internationale Händler, sondern unter anderem auch die Lufthansa sowie den Kreuzfahrtenanbieter Hapag-Lloyd.

 

 

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