Tischtennis-Europapokal

 

SV Windhagen schlägt sich achtbar

In der dritten Runde des TT-Intercup erwartete das junge Windhagener Team um Kevin Braatz den aktuellen sechstplatzierten der österreichischen 1. Liga UTTC Oberwart. Ein mit Spannung erwartetes Spiel wurde von den knapp 300 Zuschauern in der Dreifeldhalle mit großer Begeisterung und Enthusiasmus verfolgt und gefeiert.

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Dass es in der ersten Intercup-Saison für den SV Windhagen in die dritte Runde ging, war der größte Erfolg, den die junge Abteilung bisher erreichte. Der stark aufspielende Gegner aus Oberwart war an diesem Abend für Kevin Braatz (Intercup-Kapitän), Sebastian Sauer und Daniel Wichmann (auch Abteilungsleiter der Tischtennisabteilung) resümiert eine Nummer zu groß. Aber mit etwas mehr Fortune wären bei dem Aufeinandertreffen mit den österreichischen Erstligaspielern ein paar Satzerfolge mehr möglich gewesen.

Zu dem ganz großen Wurf hat es dann aber nicht gereicht, was im Vorfeld auch nur der kühnste Optimist gehofft hatte. Eins kann man den Windhagener Spielern aber bescheinigen – sie haben dem Gegner einiges abverlangt und die intensiven Trainingsvorbereitungen haben sich letztendlich gelohnt. Das erste Einzel bestritt Kevin Braatz gegen Victor Vajda und dabei war zu sehen, dass der Oberwarter jede Woche gegen Gegner auf ähnlichem Niveau aufschlägt. Schnell stand es 3:0 für Vajda (4:11, 8:11, 8:11 aus Windhagener Sicht) und 1:0 für Oberwart. Im zweiten Einzel kam es zum Duell der jeweils besten Spieler ihrer Mannschaften. Sebastian Sauer stand Zoltan Zoltan gegenüber und hatte den Ungarn in jedem Satz am Rande der Niederlage. Nach zwei knappen Satzniederlagen in Satz eins und zwei (jeweils 9:11) ging der dritte Satz mit 11:9 an Sauer. Im vierten Satz drehte Zoltan dann auf und fuhr mit 7:11 den Satz und damit den zweiten Punkt für die Gastmannschaft ein.

Daniel Wichmann durfte nun das dritte Einzel gegen Michael Buganyi bestreiten und kam leider nicht so richtig ins Spiel. Nach dem zweiten 0:3 an diesem Abend (5:11, 6:11, 7:11) stand es vor dem Doppel 3:0 für Oberwart und Windhagen hoffte auf den Ehrenpunkt. Die Doppel bestritten Sebastian Sauer/Daniel Wichmann und Zoltan Zoltan/Klaus Leirer. In diesem Match konnten die Windhagener Spieler zeigen, was sie an einem guten Tag zu leisten vermögen. Vom Publikum begeistert gefeiert sicherten sie sich in 3 Sätzen (11: 9, 11: 8, 11:8)  den ersten und einzigen Punkt für den SV Windhagen. Das nun anstehende Einzel zwischen Braatz und Zoltan war eine unverhofft deutliche Angelegenheit für den Ungarn 4:11, 2:11, 1:11), der in der Einzelrangliste aktuell in Österreich Platz sieben belegt. Dieser vierte Punkt bedeutete für die Gäste den Sieg, die sich damit die Teilnahme an den Final Four (letzte acht) sicherten.

Herzlichen Glückwunsch an die Sieger-Mannschaft und Hut ab vor der Windhagener Leistung. Von der Partie begeistert waren auch Ortsbürgermeister Josef Rüddel,MdB Erwin Rüddel, die Beigeordneten Martina Krumscheid und Martin Buchholz, Dr. Thomas Stumpf, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten und Stefan Feldens von der Raiba Neustadt. Die Gastmannschaft war mit ihrem Obmann Franz Felber von Köln aus angereist. Dort hatten die Gäste vorher noch die Bundesliga-Partie des 1. FC Köln gegen Werder Bremen besucht.

In der dritten Runde gegen einen Erstligisten aus Österreich aus dem Europapokal auszuscheiden ist für den Kreisligisten Windhagen überhaupt kein Grund zur Trauer, sondern zur Freude. Die Abteilung, die vor fünf Jahren nur eine Mannschaft an den Start schickte, konnte sich zweimal gegen europäische Hochkaräter durchsetzen und machte Tischtennis damit in der Westerwaldgemeinde und in der Region attraktiver. Ein tolles Erlebnis für die drei Männer und ein Erlebnis für alle anderen Vereinsspieler und das tolle Windhagener Publikum, das zu jeder Zeit hinter dem Team stand. Die Abteilung Tischtennis bedankt sich bei allen Helfern, Förderern und Zuschauern, die den großartigen Europapokalabend ermöglicht haben. Ein besonderer Dank geht an die Wülscheider Jecken, die den Abteilungsmitgliedern möglich machten alle Spiele live zu verfolgen.

Bilder: Erwin Höller