Thema bei Musikern beliebt

 

Töne voller Glück

Vor allem Schlagerbarden der Neuzeit haben das Thema „Glück“ immer wieder stra­paziert. Aber auch berühm­te Komponisten von einst wagten sich immer wieder ans Glück heran. Einer der berühmtesten ist wohl En­gelbert Humperdinck. War­um sich die RWN-Redaktion ausgerechnet diesen Kom­ponisten als Glücks-Vertre­ter ausgesucht hat? Weil er – was möglicherweise nicht viele wissen – aus dieser Re­gion stammt.

Engelbert Humperdinck
Bild: Stadtarchiv Bonn

Die Kreismusikschule und auch eine Hum­perdinck-Apotheke in Siegburg belegen es: En­gelbert Humperdinck wur­de am 1. September 1854 in Siegburg geboren. Die Kind­heit verbrachte er an der Sieg. Das heutige Stadtmuseum in Siegburg war sein Geburts­haus, denn in diesem Gebäu­de war zunächst eine höhere Stadtschule, später ein Gym­nasium untergebracht. Engel­berts Vater Gustav bewohnte mit seiner Familie als Lehrer hier eine Dienstwohnung.

Sein Wunsch, Komponist zu werden, fand bei seinem Va­ter aber wenig Anklang und er begann zunächst ein Ar­chitekturstudium. Nach dem Abbruch dieses Studiengangs studierte Humperdinck dann tatsächlich Musik, zunächst in Köln, später in München. Auf Einladung von Richard Wagner, den er in Italien ken­nengelernt hatte, ging Hum­perdinck nach Bayreuth und wurde Assistent von Wagner.

Nach dessen Tod „tingel­te“ Humperdinck durch die Lande. Als seine Schwester ihn eines Tages bat, für ein von ihr geschriebenes Thea­terstück für Kinder die Mu­sik zu schreiben, ahnte der Komponist sicher nicht, was daraus werden sollte: Hänsel und Gretel, am 23. Dezember 1893 in Weimar uraufgeführt, wurde im Laufe der Jahrzehn­te zu einer der meistgespiel­ten Opern, die vor al­lem in der Weihnachts­zeit Anklang bei Jung und Alt fin­det. Beson­ders beliebt wird daraus der „Abend­segen“ oder auch das Kinderlied von Hänsel und Gretel.

Nicht ganz so berühmt wurde sein „Lied vom Glück“, dessen erste Strophe folgen­den Text hat:

Mir tönt ein Lied im Sinn/ aus längst vergangnen Tagen;/ nimmt mich sein Zauber hin,/verstum­men meine Klagen.

Der Siegburger Kompo­nist geriet Jahrzehnte nach seinem Tod (1921) noch ein­mal in die Schlagzeilen – beim Namensstreit mit einem Schlagerbarden, der sich als Engelbert Humperdinck in die Hitparaden schreiben ließ („Last Waltz“). Aber nach ei­nem Rechtsstreit mit den Er­ben musste Arnold George Dorsey, wie er richtig hieß, in Deutschland den Künstler­namen auf Engelbert verkür­zen. (fu)

 

 

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