Trinkgelder nicht überall erlaubt

Weihnachten steht vor der Tür. Für viele ist damit auch die Zeit gekommen, sich bei den täglichen Helfern zu bedanken. Ob Müllmann, Postbote, Hausmeister oder Putzfrau, jeder freut sich über ein kleines Dankeschön zum Fest. Doch wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und wer darf überhaupt Geld annehmen?

Weihnachten, Geschenke, Hintergrund

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bedankt sich statt mit Geld mit einer Tafel Schokolade oder Wein.
Bild: Fotolia/Floydine

Seit einigen Jahren gebe es „eine Vorschrift im Rahmen der Korruptionsvorbeugung“, sagt Wolfgang Philipp, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Altenkirchen. „Das bedeutet, dass unsere Mitarbeiter eigentlich keine Trinkgelder annehmen dürfen.“ Mit dieser Vorschrift sollen zum einen die Mitarbeiter gegen den Vorwurf der Bestechlichkeit geschützt werden und zum anderen „ist damit auch sichergestellt, dass alle Mitarbeiter gleich gestellt sind“, so Philipp.

Dennoch gibt es auch hier kleine Ausnahmen: „Geldgeschenke sind generell tabu, aber gegen eine Tafel Schokolade oder eine Tüte selbstgebackene Plätzchen ist nichts einzuwenden“, erklärt Philipp weiter.

Etwas gelassener geht die Deutsche Post mit Trinkgeldern um. Offiziell heißt es hier von Seiten der Deutschen Post in Frankfurt: „Wenn Kunden unsere Postboten für gute Arbeit belohnen wollen, haben wir nichts gegen diese alte Tradition einzuwenden. Gerade in ländlichen Gebieten ist der Postbote oft mehr als nur ein Briefzusteller. Die Geschenke sollten aber einen Wert von 25 Euro nicht überschreiten.“

In den Kreisverwaltungen, wie im ganzen öffentlichen Dienst, dürfen die Mitarbeiter nur kleine Dankeschön-Geschenke annehmen. „Wir richten uns da nach dem groben Wert von zehn Euro“, sagt Hans Walter, Ansprechpartner im Gemeindebüro der Gemeinde Asbach. Über Kleinigkeiten wie eine Tafel Schokolade oder eine Flasche Wein dürfen sich die Mitarbeiter also hier freuen. Geschenke über zehn Euro werden jedoch an den Absender zurückgeschickt.

Und wie sieht es im privaten Bereich, etwa beim Hausmeister oder dem Team einer Arztpraxis, aus? „Oft ist es angebrachter, Gebäck, Kaffee oder eine Flasche Wein zu verschenken“, rät Rainer Wälde, Knigge-Berater aus Limburg. „Wer prinzipiell keinen Alkohol verschenken mag, der macht nie etwas falsch mit einem kleinen Blumenstrauß. Diese kleinen Sachgeschenke haben den Vorteil, dass nicht der finanzielle Wert, sondern die Geste im Vordergrund steht.“

 

 

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