Wanderführer Gerd Oswald im RWN-Gespräch

 

„Unterhaltsame Abwechslung“

Wandern kann jeder beinahe jederzeit. Aber richtig Vergnügen macht so manche Wandertour erst in der Gruppe. Das kann Gerd Ostwald aus St. Augustin bestätigen, denn er ist einer von 25 Wanderführern, die der Verein Wanderfreunde Rhein-Sieg im Einsatz hat.

Geführte Wanderungen bieten Kontakte zu Gleichgesinnten und der Wanderführer übernimmt die Organisation.
Bild: Hans

Herr Oswald, ist Wandern tatsächlich immer noch beliebt?

Oswald: Mehr noch als bisher. Wir haben das besonders gespürt, als wir wochenlang wegen Corona ja gar nicht in Gruppen losziehen konnten. Das haben zahlreiche Mitbürger wirklich schmerzlich vermisst.

 

Warum denn? Wandern kann man eigentlich doch auch sehr gut alleine.

Oswald: Sie müssen wissen, dass die meisten Wanderfreunde doch schon etwas älter sind, viele davon leben dann vielleicht alleine. Da ist das Wandern in der Gruppe schon eine unterhaltsame Abwechslung zum Alltag.

 

Was macht denn dann den Vorteil einer geführten Wanderung aus?

Oswald: Man kann ruhig behaupten, dass das für die Mitmenschen bequemer ist. Man muss sich selbst um nichts kümmern. Den Weg kennt der Wanderführer. Sicher, es gibt heutzutage schon viele Wander-Apps, aber die zu beherrschen ist doch nicht jedermanns Sache.

 

Ist ein Wanderführer also nur die lebendige App, die vorneweg marschiert und den Weg zeigt?

Oswald: Nein, da geht es auch darum, ein wenig von Natur und Kultur neben der Strecke zu erfahren. Wanderführer sind im Regelfall immer vorab über diese Dinge informiert. Wir bieten übrigens bis zu sechs Wanderungen in der Woche an. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aber auch die Schlusseinkehr hat ihre Bedeutung für unsere Mitwanderer. (fu)

 

 

 

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