Waldbreitbach lockt mit vielen Attraktionen

 

Unterwegs im Weihnachtsdorf

Endspurt ist angesagt. Das Jahr 2015 geht auf die Zielgerade und die Gemeinde Waldbreitbach hüllt sich jetzt schon ganz in ihren berühmten Weihnachtsmantel. Ganz besonders leuchtet dann wieder die bekannteste Attraktion Waldbreitbachs, die weltweit größte Naturwurzelkrippe in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.

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Riesig: Für die Naturwurzelkrippe gab es sogar einen Eintrag im Guinness-Buch.
Bild: Tourist-Info

Rund 1000 von Hand gesammelte Wurzeln werden zusammen mit 40 Figuren, 85 Tieren und unzähligen echten Pflanzen zu einer prachtvollen Krippenlandschaft in der Waldbreitbacher Kirche zusammengestellt. Seit 1998 ist diese Aktion übrigens auch ein Fall fürs Guinness-Buch der Rekorde.

„Wir sind jetzt mitten in den Aufbauarbeiten“, schildert Florian Fark von der Tourist-Info Wiedtal die Szenerie in Waldbreitbach. Rund drei Wochen harte Arbeit wird es dann gedauert haben, bis am 29. November das Weihnachtsdorf offiziell eröffnet wird. „Die Krippenbauer sind die ersten, die tätig werden“, so Fark. Wer die Naturholzkrippe besuchen will, hat es auch als Ortsunkundiger leicht. Die Pfarrkirche und die Freilandkrippe findet man direkt gegenüber der Tourist-Information in der Neuwieder Straße im Ortszentrum.

So richtig lohnend ist ein Abstecher nach Waldbreitbach vor allem in den Dämmerstunden. „Ab 16 Uhr werden alle Attraktionen und die Häuser beleuchtet sein“, so Florian Fark. Und dann begeistern nicht nur die Krippe und die vielen Leuchtkörper die Besucher, sondern auch der schwimmende Adventskranz auf der Wied.

Der Kranz mit einem Durchmesser von rund acht Metern feierte vor sieben Jahren seine Premiere. Ziemlich neu ist auch die schwimmende Krippe auf der Wied. Sie wurde zum 25. Jubiläum mit einem Feuerwerk am 29. November 2014 erstmals präsentiert.

Neuheit: Schwimmende Krippe

Wie der schwimmende Adventskranz ist sie acht Meter breit. Ihre Figuren sind bis zu 1,80 Meter hoch. An der längsten Stelle ist das Gestell vier Meter tief und spitz zulaufend, damit kein Treibgut hängen bleibt. „Von wechselnden Farben wird diese einmalige Krippe in der Dämmerung eindrucksvoll beleuchtet“, schwärmt Fark.

Da diese Krippe eine nicht unbedeutende Investition war, sieht die Gemeinde in diesem Jahr von weiteren Neuerungen ab. Aber da sind ja auch noch das internationale Krippen- und Bibelmuseum des Krippenbaumeisters Gustel Hertling. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 800 Quadratmetern sind mehr als 2400 Krippen aus 100 Ländern zu bestaunen.

Nicht minder eindrucksvoll ist die Weihnachtspyramide von Waldbreitbach, acht Meter hoch und nach Originalplänen aus dem Erzgebirge gefertigt. An einem alten Fachwerkhaus im Ortskern befindet sich zudem ein überdimensionaler Adventskalender mit weihnachtlichen oder Zunftmotiven.

Das Glockenspiel am Rathaus mit 60 verschiedenen besinnlichen Melodien läutet täglich um 10 Uhr und stündlich ab 12.30 Uhr. Last but not least versetzen der kleine, zwei Kilometer) lange und der große, zehn bis 25 Kilometer lange Krippenweg Einheimische wie Besucher in festliche Stimmung.

Und für den „Stern von Bethlehem“, ein mit 3500 Glühbirnen erleuchteter Wanderweg im Waldhang über Waldbreitbach, werden geführte Touren angeboten. Aber nicht nur hier. „In der Adventszeit gibt es die Möglichkeit, gegen eine kleine Gebühr jeweils samstags und sonntags ab 15 Uhr an einer offenen Führung durch das Weihnachts- und Krippendorf Waldbreitbach teilzunehmen“, lädt Florian Fark ein.

So wird auch in diesem Jahr der Besucherstrom nach Waldbreitbach sicher nicht kleiner werden. „Wir zählen zwar nicht, aber schätzungsweise sind es doch einige zehntausend, die Jahr für Jahr zu uns kommen“, freut sich Fark. Manche nehmen dafür sogar Anfahrten bis zu drei Stunden in Kauf, weiß er aus Unterhaltungen mit den Besuchern.

 

 

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