Vierbeiner im Glück

„Tiere im Glück“ heißt der jährlich erscheinende Kalender des Tierschutz Siebengebirge. Darin finden sich ausschließlich Fotos von Tieren, die durch den Verein neue Besitzer und sehr oft auch ein besseres Leben gefunden haben. RWN stellt einige der diesjährigen Glückskinder vor. 

Die meisten Schützlin­ge „in unserem Verein haben vollkommen unverschuldet ihr Zuhau­se verloren. Viele von ihnen wurden ausgesetzt, misshan­delt oder ausgebeutet“, be­richtet Andrea Czapek. „Die­se ‚gebrauchten‘ Tiere, die so dringend eine zweite Chan­ce im Leben verdient haben, sollen in unserem Kalender einen ‚Ehrenplatz‘ bekom­men.“ Jährlich ruft der Ver­ein deshalb die Herrchen und Frauchen der Tiere dazu auf, Fotos für den Kalender ein­zureichen – 2017 waren es über 100 Bilder.

Eins der 13 Tiere, die es in den Kalender 2018 geschafft haben, ist Hund Monti, der seit Februar 2016 zur Fami­lie Henseler aus Rheinbreit­bach gehört. Die hatte schon länger überlegt, sich einen Hund zuzulegen. Als sie sich dann auf der Internet­seite des Tierschutz Sieben­gebirge umgeschaut habe, „habe ich mich quasi sofort in Monti verliebt“, erzählt Martina Henseler. Soweit sie weiß, lebte der Parson Russell Mix früher mit einer Beagle­dame bei einer Familie, die sich kaum um die Hunde kümmerte. „Angegeben war auch, dass der Sohn der Fa­milie ungefähr 13 Jahre alt war und mein Sohn war da­mals auch 13. Das passte ir­gendwie“, so Montis Frau­chen.

Auch zwei der aktuell acht Katzen des Ehepaars Hodde aus Windhagen zieren den Kalender. „Wir haben sehr viele Katzen vom Tierschutz Siebengebirge“, erklärt And­reas Hodde. „So eine Katze ist viel anhänglicher. Wenn sie sich erstmal an das neue Heim gewöhnt hat, ist sie dankbar, endlich ein ver­nünftiges Leben zu führen.“ Kasper kam im April 2011 zu ihnen. Ihn hatte das Ehepaar auf der Webseite des Tier­schutzvereins entdeckt. Zu seiner Vorgeschichte wissen sie nur, dass er um 2006 ge­boren wurde und dass er ein künstliches Hüftgelenk hat.

Auf Gipsy wurden Hoddes aufmerksam, als sie im Som­mer 2015 eine weitere Kat­ze beim Tierschutz abholten. Als Gipsy kurz darauf ver­mittelt wurde, jedoch Pech hatte und ganz schnell zu­rückkam, nahmen die Wind­hagener auch sie bei sich auf.

Hündin Goldie lebt seit März 2015 bei Familie Pit­zer in Bad Honnef. „Als mein erster Hund gestorben ist, haben wir über den Tier­schutz Siebengebirge unsere Lara gekriegt und dachten, sie möchte ein Einzelhund sein“, so Heike Pitzer. Dann trafen sie beim Flohmarkt des Tierschutz auf Goldie. Die beiden Hunde hätten „sich gesehen und sind nicht mehr auseinandergegangen“, beschreibt Goldies Frauchen das erste Zusammentreffen der Hunde, das zum Famili­enzuwachs führte.

Goldie wurde 2014 in Grie­chenland geboren und lebte dort mit einem behinderten Hund unter einem Trampolin auf der Abfallwirtschaft vom Autohof. Mit sechs Monaten kam sie nach Deutschland. „Sie ist heute noch ein biss­chen so, dass man sie immer beschützen muss“, so Pfit­zer, die mittlerweile drei ei­gene Hunde und einen Pfle­gehund aus Rumänien hat.

Auf den Titel des Kalen­ders geschafft hat es Hündin Clärchen, die heute bei Betti­na Katthöfer in Köln wohnt. „Ich gucke immer ‚Tiere su­chen ein Zuhause‘. Da wur­de sie vorgestellt und es hieß, sie soll unbedingt zu einem irischen Wolfshund, weil auf der Pflegestelle zwei irische Wolfshunde waren und sie sich bei den großen Hunden sehr wohlgefühlt hat“, so ihr Frauchen.

Da einer ihrer zwei Rü­den ein irischer Wolfshund ist, meldete sich Katthöfer. Seit 2016 ist Klärchen, die früher Karlchen, dann Karli­ne hieß, schon bei ihr. „Sie ist in Rumänien wohl auf der Straße gefunden worden und war dort dann im Tier­heim“, so die Kölnerin. „Bei Menschen hat sie erst ein bisschen Angst.“ Auch wenn es dafür heute keinen Grund mehr gibt. (eg)

Bilder: Andreas Hodde, Melanie Bußmann, Familie Pitzer

 

 

 

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