Met-Saison im Cine 5 startet im Oktober – Vorverkauf läuft

 

Von Aida bis Zauberflöte

Am 10. Oktober startet die preisgekrönte Veranstaltungsreihe „Live aus der Met“ in eine neue Saison. Auch im Asbacher Cine 5 werden dann wieder zehn abwechslungsreiche Werke mit den berühmtesten Opernstars der Welt aus dem New Yorker Opernhaus gestreamt – live in bester Film- und Tonqualität. Tickets dafür sind ab sofort erhältlich.

Szene aus Wagners „Der fliegende Holländer“: Die Aufzeichnung der Generalprobe läutet die neue Spielzeit der Veranstaltungsreihe „Live aus der Met“ im Cine 5 Asbach ein.
Bild: Met/Ken Howard

Wenn am 19. September „Der fliegende Holländer“ auch auf der großen Leinwand in Asbach nach Erlösung sucht, ist das noch nicht der Beginn der neuen Saison, sondern der Abschluss der vorangegangenen. Die Aufzeichnung der Generalprobe ist sechs Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin zum Sonderpreis von 20 Euro zu erleben.

Drei Wochen nach diesem Appetithäppchen für Musik-Gourmets startet mit Verdis „Aida“ am 10. Oktober das neue Programm. Superstar Anna Netrebko als Aida, Anita Rachvelishvili als ihre Nebenbuhlerin und Piotr Beczala als Radames sind die Protagonisten dieser ersten Neuproduktion. Im Mai 2021 übernimmt Netrebko zudem noch einmal die Partie der Sklavin Abigaille in Verdis Erfolgsoper „Nabucco“. Mit „Va, pensiero“, dem sogenannten Gefangenenchor, erklingt darin auch eines der populärsten Musikstücke der Operngeschichte und Italiens heimliche Nationalhymne.

Beethovens einzige Oper

Auch Beethoven hat für seine einzige Oper, „Fidelio“, einen Gefangenenchor komponiert. Zu seinem 250.Geburtstag im Dezember kommt dieses Plädoyer für Menschlichkeit im Gewand einer Befreiungsoper in die Kinos. Als Leonora ist Shooting-Star Lise Davidsen in Jürgen Flimms Produktion zu erleben. Zuvor steht im November in „Il Trovatore“ noch Sonya Yoncheva im Zentrum eines schaurigen Geschehens.

Das Jahr 2021 beginnt mit Mozart: Eine frische und humorvolle Herangehensweise kennzeichnet Simon McBurneys Inszenierung der „Zauberflöte“. Im März gibt dann der schwedische Top-Bariton Peter Mattei den empathielosen und opportunistischen Wüstling „Don Giovanni“.

Anmut und Sinnlichkeit

Noch im Januar kommen mit Gounods „Roméo et Juliette“ die Freunde der französischen Oper auf ihre Kosten. Sie gilt als Paradebeispiel für die Musik der französischen Romantik und ihrer Tradition, Raffinesse, Sinnlichkeit und anmutige Stimmführung über den theatralischen Effekt zu stellen.

Weiter geht es im April mit einem der meistgespielten neueren amerikanischen Werke: Jake Heggies „Dead Man Walking“. Die Oper basiert auf dem Tatsachenbericht der nun von Joyce DiDonato verkörperten Ordensschwester Helen Prejean. Mit „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss folgt ein Klassiker des frühen 20. Jahrhunderts. Nina Stemme, Klaus Florian Vogt und Michael Volle sind die Stars in der von Yannick Nézet-Séguin dirigierten Produktion.

In der letzten Übertragung am 22. Mai können sich alle Opernfans auf ein Feuerwerk des Belcantos freuen. Diana Damrau und Javier Camarena stehen im Mittelpunkt von Bellinis selten aufgeführter Oper „Il Pirata“, die mit überschwänglichen Melodien aufwartet. (red)