Weihnachtsgurken und andere Bräuche aus aller Welt

Für die meisten Deutschen gehören Weihnachtsbaum, Adventskalender und Geschenke zu einem traditionellen Weihnachtsfest unbedingt dazu. Dass es mancherorts deutlich ungewöhnlicher zugeht, zeigen Bräuche wie das irische Weihnachtsschwimmen im eisigen Wasser und die Weihnachtsgurke aus den USA.

Kühne_Weihnachtsgurke

In den USA suchen die Kinder eine im Weihnachtsbaum versteckte Gurke aus Glas.
Bilder: Kühne, Fotolia/abcmedia

Ein traditioneller Weihnachtsbrauch in Mexiko sind die Posadas, die vom 16. Dezember bis zum Heiligabend gefeiert werden. Dabei wird im Kreise von Familie, Freunden und Kollegen die Herbergssuche von Maria und Josef nachgespielt. Zwei als Maria und Josef Verkleidete klopfen an drei Haustüren und bitten um Einlass, bis ihnen – und den anderen Gästen – der Eintritt gewährt wird. Die Gastgeber der Posada tischen Buñuelos (süße Krapfen) und Ponche (Punsch) auf. Am nächsten Tag wird die Posada von einer anderen Familie veranstaltet.

Für die Kinder ist der Höhepunkt der Posada die Piñata, eine aus Pappe angefertigte und mit Krepppapier umwickelte Figur, die mit Früchten, Nüssen und Süßigkeiten gefüllt und an der Decke aufgehängt wird. Mit verbundenen Augen und mit einem Stock ausgerüstet, darf nun ein Kind nach dem anderen auf die Figur schlagen, bis sie zerbricht und sich alle Kinder unter lautem Gekreische auf die Süßigkeiten stürzen.

Eisig geht es beim traditionellen Weihnachtsschwimmen in Irland zu. Überall auf der Insel, aber vor allem am Forty Foot im Dubliner Vorort Sandycore, stürzen sich Abgehärtete und Tapfere am 25. Dezember von Klippen ins eiskalte Meer. Was unter den warm gekleideten Zuschauern Begeisterung auslöst, tun viele der Teilnehmer für einen guten Zweck.

Ein spanischer, genauer gesagt katalanischer Weihnachtsbrauch ist der „Tió de Nadal“ oder „Caga tió“. Dabei handelt es sich um einen Holzklotz mit zwei Beinen, einer roten Barretina-Mütze und einem lächelnden Gesicht, der mit einer Decke zugedeckt wird. Vom 8. Dezember – Maria Empfängnis – bis Heiligabend wird er täglich gefüttert. An Heiligabend singen die Kinder dann traditionelle Lieder und fordern den Tió mit Stockhieben auf, Süßigkeiten und kleine Geschenke zu „scheißen“. „Richtige“ Geschenke werden erst am 6. Januar von den drei Königen gebracht.

Misteln - MistelzweigObwohl der Begriff „Christmas Pickle“ den meisten Deutschen völlig unbekannt ist, sind die Amerikaner der festen Überzeugung, dass der bei ihnen beliebte Weihnachtsgurken-Brauch ursprünglich aus Deutschland stammt. Einer Legende zu Folge wurde früher in Deutschland als letzter Christbaumschmuck immer eine Gurke aus Glas zwischen den Zweigen des Weihnachtsbaumes versteckt. Dem Brauch nach wurde das Kind, das als Erstes die Gurke entdeckte, ein Jahr mit Glück gesegnet und erhielt ein zusätzliches Geschenk.

In Großbritannien werden zur Weihnachtszeit über jeder Tür Mistelzweige angebracht. Stehen zwei Personen gemeinsam darunter, darf die eine Person die andere ungefragt küssen – so sagt es der Brauch. Dieser führt auf den heidnischen Glauben zurück, der dem Mistelzweig besondere Kräfte zuschreibt.

 

 

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