Vom Weihnachtsdorf bis zur Naturwurzelkrippe

 

Weihnachtszauber in Waldbreitbach

Seit dem 1. Dezember erstrahlt das Weihnachtsdorf Waldbreitbach wie jedes Jahr in vollem Glanz. Dass der kleine Westerwaldort in der Weihnachtszeit auf jeden Fall einen Besuch wert ist, hat zuletzt auch die Auszeichnung „Best Christmas City“ bestätigt.

Der Waldbreitbacher Christkindchenmarkt am zweiten und dritten Adventswochenende hat jeweils von 11 bis 20 Uhr geöffnet.
Bild: Tourist-Information

Das Weihnachtsdorf Waldbreitbach hatte in der vergangenen Saison erstmals an dem Wettbewerb teilgenommen und war von der Jury zum Gewinner in der Kategorie Kleinstadt gewählt worden. Besonders überzeugt hat das Gesamtkonzept zum Thema Krippen und das Zusammenspiel der Akteure vor Ort.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist die große Naturwurzelkrippe in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Bereits seit 1989 werden jedes Jahr 1000 von Hand gesammelte Wurzeln mit 40 Figuren, 85 Tieren und unzähligen echten Pflanzen zu einer prachtvollen Krippenlandschaft zusammengestellt, die täglich von 9 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 18 Uhr besucht werden kann. „Die Aufbauarbeiten in der Pfarrkirche dauern drei Wochen, alles andere etwa 14 Tage“, weiß Florian Fark, Leiter der Tourist-Information in Waldbreitbach.

Auf der Wiese unterhalb der Kirche gibt es eine Freilandkrippe, die bei der Sanierung der Pfarrkirche im Jahr 2012 als Ersatz für die große Krippe diente. Da die „Notlösung“ auf viel positive Resonanz stieß, wird sie seitdem jährlich aufgebaut. Seit 2014 erweitert eine schwimmende Krippe auf der Wied, die von wechselnden Farben eindrucksvoll beleuchtet wird, das Angebot für Weihnachtsgäste.

Für einen Spaziergang eignet sich der „Kleine Krippenweg“ mit insgesamt 50 Stationen, der über zwei Kilometer am Wiedufer entlang und durch den Ort verläuft. Auch in Schaufenstern und Privatgärten gibt es Krippen zu bewundern. Den mit 3500 Glühbirnen bestückten „Stern von Bethlehem“ im Waldhang über Waldbreitbach säumen etwa 30 Krippen. Der knapp zwei Kilometer lange Wanderweg führt von der Tourist-Information im Ort hinauf zum Kloster der Waldbreitbacher
Franziskanerinnen.

Noch mehr Krippen gibt es in der internationalen Krippenausstellung „Gustels Krippen- und Bibelwelt“ von Krippenbaumeister Hertling. Auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche erwarten die Besucher etwa 2500 Krippen aus aller Welt und aus den verschiedensten Materialien. Außer an Heiligabend ist das Museum täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person.

Das Weihnachtsdorf Waldbreitbach hat aber auch noch einige andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. So wurde auch in diesem Jahr ein überdimensionaler Adventkalender mit Weihnachts- und Zunftmotive an einem alten Fachwerkhaus im Ortskern angebracht. Die acht Meter hohe Weihnachtspyramide wurde nach Originalplänen aus dem Erzgebirge gefertigt. Zudem weisen vier von dort stammende lebensgroße Weihnachtsfiguren – ein Bergmann, ein Engel, ein Nussknacker und ein Räuchermännchen – den Weg zur Pfarrkirche.

Nicht zu überhören ist das Glockenspiel mit 23 Glocken und 60 verschiedenen Melodien am Rathaus, das 2003 erstmals die Adventszeit eingeläutet hat und täglich sechs Mal erklingt. Der schwimmende Adventkranz auf der Wied feierte 2008 Premiere. Neu ist eine Weihnachts-Illumination mit über 7500 LEDs am 18 Meter hohen, ebenfalls neuen Zunftbaum. „Die Attraktionen im Weihnachtsdorf sind alle ab 14 Uhr erleuchtet“, weiß Florian Fark. Das Weihnachtsdorf kann bis zum 27. Januar täglich bei freiem Eintritt besucht werden.

Am zweiten und dritten Adventwochenende findet der Christkindchenmarkt statt, der samstags und sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet hat. Am 8. und 9. Dezember lädt zudem der „Selbermacher-Weihnachtsbasar“ mit Anbietern aus der Region im Kolpinghaus zum Stöbern ein. (eg)

 

 

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