Nachhaltigkeitsdiskussion im Cine5

 

Wende beginnt im Kleinen

Die Energiewende muss von der Basis aus, von jedem Einzelnen erfolgen – das ist eine der Erkenntnisse, die unlängst eine von Kreisumweltdezernent Achim Hallerbach initiierte Veranstaltung im Cine5 in Asbach erbrachte.

Über die Energiewende diskutierten Dr. Jürgen Mertens (3. v. li), Achim Hallerbach (2. v. li), Carl A. Fechner (4. v. li) und Peter Müller (1. v. li), Energieagentur Rheinland-Pfalz im Cine5.
Bild: Kreis

Gezeigt wurde der Film „Power to Change“ von Carl Fechner. Die faktensicher recherchierte Dokumentation zeigt den Zusammenhang zwischen der Energiewende, globalen Konflikten und Flüchtlingsströmen auf. In einer anschließenden Diskussionsrunde stellten sich dann Dr. Jürgen Mertens, Leiter der Firma Anton Limbach, Achim Hallerbach und Filmemacher Carl Fechner den Fragen von Moderator Marcelo Peerenboom. Auch das Publikum beteiligte sich an der Diskussion.

Während Fechner seine Beweggründe skizzierte, sich mit diesem Thema zu befassen, wies Hallerbach auf bereits eingeleitete Maßnahmen des Landkreises hin. Insbesondere bei der Abfallwirtschaft seien Energiefresser neutralisiert worden. Schon früh habe der Landkreis alle Potentiale für erneuerbare Energien und Energieeinsparmöglichkeiten in einem umfassenden Klimaschutzkonzept untersuchen lassen. „In Zukunft werden wir die Biomasse stärker in den Fokus nehmen, denn Energiewende bedeutet vor allem auch eine Wärmewende. Biomasse ist die wichtigste Quelle erneuerbarer Wärme“, erläutert Achim Hallerbach.

Vorteil-Center hat die Wende vollzogen

Dass die Energiewende direkt vor Ort angepackt werden kann – und muss – machte Dr. Jürgen Mertens deutlich. Seine persönliche Energiewende ist bereits vollzogen. Die Vorteil-Center Asbach und Unkel, sowie die angeschlossenen Baumärkte nutzen erneuerbare Energien bereits in vielfältiger Weise. So kommen hier Blockheizkraftwerke, Biomasseheizungen auf Basis von Holzhackschnitzeln sowie Erdwärmepumpen zum Einsatz. Zudem sind die Dächer mit Photovoltaikanlagen belegt. Seit 2007 werden in den Vorteil-Centern und in den Baumärkten kein Öl oder Gas mehr konventionell verbraucht. Die Anlagen erzeugen sogar mehr Energie als benötigt wird. Zum reduzierten Energieverbrauch tragen eine konsequente Wärmedämmung, Isolierverglasungen und Wärmerückgewinnungsanlagen bei.

In zwei weiteren Vorstellungen informierten sich 200 Schüler und diskutierten ebenfalls engagiert mit Regisseur Fechner und Peter Müller von der Energieagentur Rheinland-Pfalz. (ct)

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.