Erlebnisbericht einer Familie aus Altenkirchen


Wenn der Spaziergang zur Schatzsuche wird

Kaum ist der letzte Schnee geschmolzen und sind die ersten Sonnenstrahlen wieder am Himmel zu entdecken, beginnt die Outdoor-Saison. Wanderer freuen sich und genießen stundenlange Spaziergänge an der frischen Luft. Doch gerade Familien mit jüngeren Kindern haben oft ein Problem: Ein normaler Spaziergang ist dem Nachwuchs meist zu langweilig, große Wanderungen noch zu kraftraubend. Was also tun, damit auch die nächste Generation Spaß und Freude in der Natur hat, ohne sich zu langweilen? Familie Jüngerich aus Altenkirchen setzt dabei auf eine Geocaching-Erlebnistour.

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Abenteuer Geocaching: Der 10-jährige Robin ist ein begeisterter Schatzsucher.
Bild: Nina Anin

Geocaching ist eine Art moderner Schnitzeljagd. Auf diversen Internetseiten posten Anhänger des Geocachens GPS-Koordinaten von Verstecken auf der ganzen Welt. Hier liegen kleine Schätze, die es zu entdecken gilt. Die Schätze sind ganz verschiedener Natur: mal ist es ein Spielzeug-Auto, dann wieder ein kleiner Kompass oder auch ein Malbuch. Das kommt ganz auf den Cache an, den man sich im Vorfeld ausgesucht hat.

Grundsätzlich ist zwischen Einzel-Cachen und Multi-Cachen zu unterscheiden. Ein Einzel-Cache ist besonders geeignet für Familien mit jüngeren Kindern, denn meist muss bei diesen nur eine einzige Frage richtig beantwortet werden. Multi-Caches sind schwieriger, navigieren von Versteck zu Versteck, dafür ist aber der zu findende Schatz auch meist größer. Hinzu kommt die Regel, dass jeder gefundene Schatz durch ein neues Geschenk ersetzt werden muss.

So packte Familie Jüngerich aus Altenkirchen an dem ersten Sonnen-Sonntag des Jahres einen kleinen Fußball, ein Kuscheltier und eine handgemachte Holzpuppe in die Tasche, denn auf ihrem Schatzsucher-Plan sind drei Caches markiert. Ausgestattet mit der kostenlosen Geocaching-App und dem GPS des Mobiltelefons geht es auf Entdeckertour in und um Altenkirchen. Aufregung machte sich schon im Vorfeld bei dem 10-jährigen Robin breit. „Ich bin gespannt, was wir finden“, ruft er.

Der Weg der Familie führt am Bismarkturm und dem Kriegsdenkmal in Altenkirchen vorbei. Die ersten zwei Schätze sind mit ein wenig Spürsinn und kurzem Suchen entdeckt. In kleinen Butterbrot-Dosen warten ein Schlüsselanhänger und ein selbstgebasteltes Fotobuch auf den kleinen Schatzfinder. Und während die Eltern den Spaziergang um den Bismarkturm genießen, ist Robin ganz fasziniert von den schönen Bildern und freut sich schon auf die nächste Station.

Der nächste Cache führt Familie Jüngerich vom Bismarkturm wieder in Richtung Innenstadt. Kurz vor den Gleisen an der Bahnhofstrasse muss die Familie nur eine Frage zu einem Kinderbuch beantworten. Einige Buchstaben der Lösung dienen dazu, die Koordinaten des nächsten Caches zu vervollständigen.

Auch dies ist schnell erledigt und schon geht das Suchen der Bahnhofstrasse weiter. Und gefunden wird der Schatz auch: An einem sehr hübschen Ort, sehr gut versteckt und mit einem zusätzlichen kleinen Highlight. Wo genau dieser Schatz liegt, hält Familie Jüngerich dann doch lieber geheim. Ist ja schließlich ein versteckter Schatz. Sicher sind sich aber alle drei: Sie werden im Sommer noch viele Caches zusammen suchen, denn der Nachwuchs hat Spaß daran und zu all dem können sie gemeinsam ihre freie Zeit in der Natur verbringen.

Nina Anin

 

 

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