Wenn Hormone verrückt spielen

spring couple

Sonne und Licht lassen Frühlingsgefühle aufkommen.
Bild: Fotolia/detailblick

Mit der Sonne und dem strahlenden Licht macht der Frühling der Winterdepression den Gar aus. Nicht nur, dass unsere Laune steigt, das Mehr an Sonnenlicht hat auch Auswirkungen auf unseren Hormonhaushalt. So produziert der Körper weniger vom Schlafhormon Melatonin. Dieses bildet der Körper insbesondere in der Nacht, weshalb die meisten Menschen sich während der dunklen Wintertage öfter müde und antriebslos fühlen. Der Körper ist sozusagen im dauerhaften Nachtmodus.

Mit der Sonne erwacht der Körper, scheinbar braucht er jetzt weniger Schlaf und wird wieder aktiver. Zudem sorgt das Sonnenlicht auch dafür, dass sich die Werte der Hormone Dopamin und Serotonin stabilisieren. Diese Glückshormone sind es, die für die allgemein gute Laune sorgen. Dennoch sind Hormone nur für einen Teil der berühmten Frühlingsgefühle verantwortlich. Denn laut der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie sind zwei weitere Faktoren ausschlaggebend für die Schmetterlinge im Bauch.

Zum einen spielt der Duft der Frühlingszeit eine entscheidende Rolle. Sobald es blüht und der Frühling buchstäblich in der Luft liegt, werden Synapsen im Gehirn geschlossen. Die abgespeicherten Erinnerungen aus früheren Jahren wecken die Vorfreude auf die anstehende Jahreszeit. Zum anderen sorgen auch optische Reize für Frühlingsgefühle. Die kräftigen Farben der Blumen und sicher auch das ein oder andere enthüllte Frauenbein regen die Lebensgeister an. Diese Reize vermengen sich mit dem bunten, lebensbejahenden Hormonen des Körpers. Und schon schlagen Herzen höher und der Mensch gibt sich dem Zauber des Anfangs hin.

Auch unsere soziale Erziehung und Kultur ist ausschlaggebend für die Frühlingsgefühle. Denn im Gegensatz zu anderen Kulturen steht der Frühling in Europa für Aufbruchsstimmung. Häuser und Wohnungen werden geputzt und renoviert, unnötiger Ballast wird abgeworfen und Neues ausprobiert. Auch wenn es für viele frisch verliebte Paare etwas unromantisch klingen mag: das Frühlingsgefühl ist auch eine Konsequenz der eigenen Lebensweise.

Und was können Verliebte tun, um dieses Gefühl möglichst lange zu genießen? Sportliche Aktivitäten und lange Spaziergänge an der frischen Luft, etwa den Rhein entlang oder durch den Westerwald, regen die Hormonbildung zusätzlich an. So sorgt das Plus an natürlichem Licht für noch mehr Glücksgefühle – und das wirkt sich bestimmt auch positiv auf die frische Beziehung aus.

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