Kreiswaldbauverein Neuwied

 

Wissenschaft und Nachbarn über die Schultern geschaut

Die Vorstandsmitglieder Jürgen Dietz und Uwe Werner hatten zu einer Informationsfahrt zur Universität Trier und zur belgischen Forstmesse nach Libramont eingeladen. Acht Teilnehmer folgten der Einladung und konnten am ersten Tag ausführlich mit Professor Dr. Joachim Hill vom Fachbereich Umweltfernerkundung und Geoinformatik der Universität in Trier über die Möglichkeiten von Fernerkundungssystemen (Satelliten, Flugzeuge, Drohnen) diskutieren.

Kreiswaldbauverein on Tour nach Belgien
Bild: Kreiswaldbauverein Neuwied

Vor allem die Möglichkeiten der Erfassung von Stressindikatoren von Waldbäumen aus den Daten des Sentinel-Satellitenprogramms des Copernicus-Verbundprojektes der ESA konnten die Teilnehmer beeindrucken. Mit diesen neuartigen Techniken rückt die Erfassung des Waldzustandes unabhängig von einer direkten Begehung in greifbare und auch wirtschaftlich darstellbare Nähe. Der Privatwaldreferent von Landesforsten Rheinland-Pfalz, Wolfgang Kratz, bestätigte durch konkrete Beispiele diese Entwicklung.

Am zweiten Tag wurde die belgische Forstmesse in Libramont mit ihrem 120 Hektar großen Messegelände, umfangreichen und professionellen Maschinenvorführungen sowie einer Vorstellung von Waldbildern auf kleineren Parzellen zu einem Erlebnis für die Mitglieder des Kreiswaldbauvereins Neuwied. Im Gedankenaustausch mit den Ausstellern, Waldexperten und Beratungsunternehmen wurde die Übertragbarkeit der vorgestellten Lösungen auf die Wald- und Waldbesitzverhältnisse im Kreis Neuwied erörtert. Mehr als 42.000 Besucher dieser Messe unterstrichen deren Bedeutung weit über die Ardennen hinaus.

Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden die Ergebnisse und Eindrücke der Lehrfahrt im internen Kreis ausführlich besprochen. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass eine solche kompakte Form der Informationsvermittlung für die praktische Arbeit der Waldbauern von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Deshalb sollten mehr Vereinsmitglieder regelmäßig davon Gebrauch machen, um zum Beispiel die aktuellen Trockenheits- und Käferprobleme zu bewältigen und neue klimastabile Wälder aufzubauen.

 

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