Die „Blaue Flagge“ markiert saubere Strände


Wo sie weht, ist gut baden

Sonne, Palmen, blaues Wasser und weißer Strand – das sind für viele Urlauber die Zutaten für einen Traumurlaub. Doch bei der Reisebuchung steht hauptsächlich die Wahl eines geeigneten Hotels im Vordergrund. Weniger beachtet wird der Zustand des Strandes. Wer genauer hinschauen möchte, sollte auf die „Blaue Flagge“ achten. Das Gütesiegel weht überall dort, wo man den Strandurlaub entspannt genießen kann.

Insgesamt wehen in diesem Jahr weltweit über 4500 „Blaue Flaggen“ über Stränden, Badestellen an Binnenseen und Sportboothäfen. Und immer wieder Anfang Juni steigt die Spannung bei den Bewerbern, ob man die „Blaue Flagge“ auch nochmals bekommt. Denn für Regionen, die hauptsächlich vom Tourismus leben, ist die kleine Fahne mittlerweile ein wichtiges Aushängeschild. Geboren wurde das Projekt 1985 in Frankreich, wo Strände mit sehr guter Wasserqualität und Abwasserentsorgung mit einem Gütesiegel ausgezeichnet wurden.

Daraus entwickelte sich die Idee der „Blauen Flagge“, die seit 1987 Jahren von der nichtstaatlichen Initiative F.E.E., der Foundation für Environmental Education, jährlich neu vergeben wird. „Die Kampagne wirbt für einen umweltbewussten Menschen im Umgang mit Landschaft und Natur“, erklärt Daniel Becker, Büroleiter des Thomas Cook-Reisebüros im Vorteil-Center Unkel. „Alle mit der ,Blauen Flagge‘ ausgezeichneten Strände, Badestellen und Sportboothäfen müssen jeweils hierfür einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen und ihre vorbildliche Umweltarbeit jährlich aufs Neue nachweisen.“ Im Fokus der Prüfer stehen dabei insbesondere die Wasserqualität, Sicherheit und Reinlichkeit des Strandareals sowie verschiedene Umweltaspekte. Dafür werden beispielsweise alle zwei Wochen zum Schutz der Gesundheit die Gewässer auf Bakterien, Keime und andere Schadstoffe kontrolliert und die Ergebnisse auf Infotafeln für jedermann einsehbar veröffentlicht.

Das Pearl Beach Resort in Marmari auf der griechischen Insel Kos wirbt sogar aktiv mit der Blauen Flagge.
Bilder: FEE

„Die ,Blaue Flagge‘ hat sich im Bewusstsein der Bevölkerung noch nicht so etabliert wie beispielsweise das Bio-Siegel oder andere Öko-Kennzeichnungen. Ich persönlich bin auch noch nie direkt darauf angesprochen worden“, geht Daniel Becker auf den Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung ein. „Andererseits machen bisher auch nur wenige Reiseveranstalter auf das Gütesiegel in ihren Prospekten aufmerksam. Hier stehen wir noch am Anfang.“

Dabei gibt es beispielsweise in Spanien – Stand Juni 2018 – 691 Strände, an denen die „Blaue Flagge“ weht. Mit 534 ausgewiesenen Stränden und Badestellen rangiert Griechenland auf Rang zwei, gefolgt von Frankreich mit 506 solcher Bade-Oasen. Und auch in Deutschland gibt es einige Strände mit der blauen Flagge. Die meisten der 137 als ökologisch ausgewiesene Strände befinden sich dabei an der Ostseeküste, genauer auf den Inseln Usedom und Rügen. Die anderen sind weitestgehend an verschiedenen Seen wie in der Umgebung der Mecklenburgischen Seenplatte oder am Bodensee zu finden.

„Thomas Cook selbst hat vor kurzem ein weiteres Haus der auf Urlaub für Erwachsene spezialisierten Hotelmarke ,Sunprime‘ auf Kos eröffnet, das aktiv mit der ,Blauen Flagge‘ wirbt – das neu erbaute ,Pearl Beach Resort‘ in Marmari“, geht Daniel Becker konkret auf Reiseziele ein. „Die 96 Zimmer bieten elegantes Design in einer kühlen, stilvollen Umgebung im Schatten von Olivenbäumen und Palmen. Und auch im Hotel ,Sentido Aegean Pearl‘ auf Kreta kann man Sonne satt tanken an dem, mit ,Blauer Flagge‘ ausgezeichneten Strand von Rethymnon.“ (imr)

 

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